Intel-Zahlen belasten nachbörslich
US-Aktienmärkte schließen im Plus

Der Dow-Jones-Index (DJIA) für 30 Industriewerte schloss mit einem Plus von 1,3 % bzw. 134,27 Zählern auf 10 606,39. Der Nasdaq-Composite gewann 1,9 % oder 38,20 Stellen auf 2 067,32. Der S&P-500-Index legte ein Prozent oder 11,99 Punkte auf 1 214,44 zu. Den 1 843 Kursgewinnern standen 1 208 Kursverlierer gegenüber, 234 Titel schlossen unverändert.

ddp NEW YORK. Das Handelsvolumen lag bei 1,222 (1,032) Mrd Aktien. Händler verwiesen auf die zahlreichen Unternehmen, die Quartalszahlen präsentierten, die im Mittelpunkt des Handelsinteresses standen.

Positiv überrascht zeigten sich die Anleger von den Caterpillar-Zahlen. Das Unternehmen hatte vorbörslich einen Gewinn je Aktie von 0,79 $ ausgewiesen und damit die Analystenprognosen um 0,08 $ übertroffen. Dies sei wegen der verbesserte Nachfrage im Kohleförderungs-, sowie im Öl- und Gassektor gelungen, erklärte das Unternehmen. Für das Gesamtjahr 2001 wird mit einem Gewinn gerechnet, der auf Grund der globalen konjunkturellen Abschwächung um fünf bis zehn Prozent unter dem Vorjahresniveau liegen dürfte. Caterpillar erhöhten sich um 6,3 % auf 53,55 $.

Bei Johnson & Johnson hatten sich die Investoren zunächst enttäuscht geäußert, nachdem der Pharmakonzern mit dem Zweitquartalsausweis beim Gewinn je Aktie den Konsens um zwei US-Cts verfehlt hatte. Nachdem der Chief Financial Officer Robert Daretta aber die Ergebnisprognosen für das Gesamtjahr bekräftigt hatte und damit auch weiterhin von einem Gewinnwachstum von 14 bis 15 % ausgeht, hellte sich das Sentiment auf. Johnson & Johnson legten im Handel ein Intraday-Reversal hin und schlossen mit einem Aufschlag von 2,2 % auf 54,91 $.

Die Zahlen von International Paper überzeugten die Marktteilnehmer von Beginn an. Zwar wies die Gesellschaft einen Verlust je Anteilsschein von 0,65 $ aus, jedoch wurde das Ergebnis stark verwässert durch die außerordentlichen Posten. In den Zahlen zum zweiten Quartal 2001 waren Sonderaufwendung vor Steuern von 465 Mio USD für Restrukturierungsmaßnahmen und von 85 Mio USD vor Steuern für Wertberichtungen auf zum Verkauf stehende Unternehmensteile sowie 32 Mio USD für die Integration von Champion enthalten. Vor Sonderposten erwirtschaftete International Paper einen Gewinn je Aktie von 0,13 $. Die Konsensschätzungen beliefen sich auf 0,05 $. International Paper erhöhten sich um zwei Prozent auf glatt 39 $.

GM verfehlten Expertenschätzungen

General Motors hingegen verfehlten die Expertenschätzungen um elf US-Cts. Die Titel des Automobilkonzerns gingen mit einem Minus von 1,6 % bei 46,03 $ aus dem Handel. Eastman Kodak zeigten sich trotz einer punktgenauen Landung bei den Earnings zum Schluss mit deutlichen Aufschlägen von drei Prozent auf 46,03 $. Von FirstCall/Thompson war ein Gewinn je Aktie von 1,12 $ vor ao Posten prognostiziert worden und auch schließlich vom Unternehmen ausgewiesen worden. Die Anleger ließen sich jedoch von den Äußerungen des Chief Executives Daniel Carp überzeugen, der weitere Kostensenkungsmaßnahmen ankündigte und mitteilte, dass das Unternehmen den Bereich «Digitaltechnik» weiter ausbauen möchten.

Auch an der Nasdaq standen die Werte im Fokus der Anleger, die Zahlen präsentierten. So erhöhten sich Intel im Handelsverlauf um 2,6 % auf 29,90 $. Trotz dem Übertreffen der Konsensprognose um 0,02 $ reduziert sich der Wert in der ersten nachbörslichen Handelsstunde bei hohen Umsätzen um 3,2 % auf 28,93 $. Noch härter traf es Apple. Die Papiere hatten sich im Vorfeld der Zahlen um 4,8 % auf 25,10 $ erhöhten und verloren nachbörslich um 8,4 %. Insgesamt zog vor allem die Rally einiger Halbleiterwerte die Indizes ins Plus. Der an der Börse von Philadelphia notierte Index für Halbleiter (SOX) stieg um knapp fünf Prozent auf 582,27 Punkte und schloss damit kurz unter dem Tageshoch von 583 Stellen.

Dazu hätten unter anderem positive Aussagen des Chief Financial Officers (CFO) von KLA-Tencor, einem Unternehmen, das Prozesskontrollgeräte zur Halbleiterherstellung anbietet, beigetragen, hieß es.

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