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Intel zieht Nasdaq in die Tiefe

Der Schreckschuss kam aus heiterem Himmel. Intel veröffentlichte gestern nach Börsenschluss eine Gewinnwarnung. In den ersten Handelsminuten kostet die schlechte Nachricht den Nasdaq Index am Freitag mehr als fünf Prozent an Punkten. Die Kursabschläge der anderen Big Player des High-Tech-Segments verstärken den Trend.

Rund 30 Millionen Aktien wurden von Intel in den ersten 30 nach Börseneröffnung gehandelt. Bis zur Stunde hat der weltweit größte Chiphersteller rund 97 Milliarden seines Börsenwertes verloren. Der Grund: Intel warnte die Anleger am Donnerstag nach Handelsschluss vor einem unerwartet schlechten Quartalsergebnis. Intel werde die Umsatzerwartungen für das laufende dritte Quartal nicht erfüllen. Der Umsatz werde im Vergleich zum Vorquartal lediglich um drei bis fünf Prozent steigen. Analysten hatten mit einem Wachstum von rund fünf Prozent gerechnet. Das Intel-Management macht eine geringere Nachfrage in Europa für die Umsatz-Flaute verantwortlich. Angesichts des schwachen Euro haben sich die Produkte verteuert. Experten befürchten hingegen, die Umsatzwarnung sei ein Signal für einen allgemein geringeren Bedarf an Computer-Hardware, da die Negativprognose in die traditionell stärkere zweite Jahreshälfte fällt.



Der Chiphersteller zieht weitere Halbleiter- und Computerhersteller wie Advanced Micron, Micro Devices, Dell, Compaq, Microsoft, Cisco und Applied Materials in den Keller. Die Analystenhäuser bleiben zwar überwiegend bei ihrer Kaufempfehlung, setzen aber dabei ihr Kursziel herunter.



Unter dem schwachen Euro hatten in den vergangenen Monten auch andere Wert zu leiden. Mc Donald´s, Colgate und Coca Cola warnten bereits vor unerwartet schlechten Quartalszahlen. Doch nun sind die Werte wieder attraktiv. So steht Coca Cola mit Johnson & Johnson und Procter & Gamble auf dem Siegertreppchen der Dow Jones Werte. Zu Wochenschluss profitiert der Wert von positiven Kommentaren von Goldman Sachs. Der Wert steht wieder auf der Empfehlungsliste. Die Begründung lautet, dass der derzeitige Kurs eine ausgezeichnete Kaufgelegenheit darstelle. Das Kursziel sehen die Experten bei 65 bis 70 Dollar pro Aktie.



Das Capital Venture Unternehmen CMGI freut sich über ein gutes Quartalsergebnis. Das Unternehmen versechsfachte seinen Umsatz im vierten Quartal im Vergleich zum Vorjahreszeitraum auf 377 Millionen Dollar. Der Verlust fiel mit rund 634 Millionen Dollar deutlich besser aus, als ursprünglich von Analysten erwartet war. Für die Zukunft werden wieder schwarze Zahlen erwartet. Vor einem Jahr hatte CMGI schon mal den Sprung in die Gewinnzone geschafft, damals mit dem besten Ergebnis der Firmengeschichte. Die Aktie legt im frühen Handel an Wert zu.



United Parcel Service

legt am Morgen an Wert zu. Der größte Paketlieferdienst der Welt hat einen dicken Fisch an der Angel, denn das Unternehmen steht kurz davor eine Flugroute in die Volksrepublik China einzurichten.



Auch Delta Air Lines, American Airlines und Polar Air Cargo buhlen um die Route. UPS hat nun gute Chancen den Zuschlag zu erhalten. UPS hatte bereits im Juni damit gelockt, die Gebühren für Lieferungen nach China 37 Prozent billiger anzubieten als der Konkurrent FedEx.



Kursabschläge schaden am Morgen General Motors. Groß-Investor Carl Icahn stößt GM-Aktien im Wert von schätzungsweise knapp 15 Millionen Dollar ab. Erst vor einem Monat hatte Icahn die Aktien erworben, zeigt sich jedoch nun darüber verärgert, dass GM den anstehenden Aktienkauf im Vorfeld bekannt gegeben hatte.



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