"Intelligenteres System von Sanktionen" finden
Zustimmung aus EU für Powells Sanktionen gegen Irak

US-Außenminister Colin Powell will den Irak mit "intelligenten Sanktionen" von weiterer Aufrüstung abhalten, zugleich aber Erleichterungen für die irakische Zivilbevölkerung zulassen. Diese Absicht bekräftigte Powell am Dienstag in Brüssel und stieß damit auf Zustimmung bei Frankreichs Außenminister Hubert Vedrine.

dpa BRÜSSEL. Die Restriktionen für die Lieferung von Waffen und anderem Gerät, das die Bevölkerung in der Region gefährden könnte, müssten strikt beachtet werden, sagte Powell vor einem Treffen mit EU- Kommissionspräsident Romano Prodi und dem EU-Kommissar für Außenbeziehungen, Christopher Patten. Gleichzeitig sollten mehr Importe für die irakische Zivilbevölkerung möglich gemacht werden.

"Wir haben mit Interesse jüngste amerikanische und britische Erklärungen vernommen, wie ein intelligenteres System von Sanktionen gefunden werden kann", sagte der französische Außenminister Vedrine am Rande des NATO-Außenministertreffens. Das gegenwärtige System funktioniere nicht und sei grausam, kritisierte Vedrine.

Powell bekräftigte die Notwendigkeit einer genauen Überwachung der Sanktionen gegen den Irak. Schmuggel müsse unterbunden werden. In seinen Gesprächen mit den Regierungen irakischer Nachbarländer habe es einige Fortschritte in dieser Frage gegeben. Laut Vedrine will sein US-Amtskollege andere Mitglieder des Sicherheitsrates in der Frage der UN-Sanktionen zu konsultieren. "Diese Konsultationen habe heute begonnen", sagte Vedrine.

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