Intentia-Geschäftsbericht angeblich illegal verschafft
Reuters droht Klage wegen Einbruch in Computersystem

Der britischen Nachrichtenagentur Reuters droht eine Klage, weil sie sich angeblich illegal einen Geschäftsbericht der schwedischen Firma Intentia verschafft haben soll. "Der Vorfall hat das Vertrauen in uns als Einzelne und in Intentia als Unternehmen schwer beschädigt", teilte der Chef des Unternehmens für Informationstechnologie, Björn Algkvist, am Montag mit.

HB/dpa LONDON. Die Methoden von Reuters seien zweifelhaft, und ungesetzliche Handlungen könnten nicht ausgeschlossen werden. Deshalb werde Intentia Reuters verklagen. Nach einem Bericht der "Financial Times" soll dies bereits am Montag geschehen. Reuters bestreitet die Vorwürfe: "Wir haben Intentias Ergebnisse veröffentlicht, nachdem diese im Internet verfügbar waren", sagte der Leiter des skandinavischen Büros der Nachrichtenagentur, Jonathan Lynn.

Nach Darstellung von Intentia hat Reuters am vergangenen Donnerstag unbefugt eine verschlüsselte Mitteilung im Computersystem des Unternehmens geknackt und Minuten später Intentias Bilanzzahlen für das dritte Quartal publiziert. Nach Angaben der "Financial Times" hatte Reuters in der vergangenen Woche auch die Zahlen dreier anderer skandinavischer Unternehmen veröffentlicht, bevor diese allgemein zugänglich waren. Nun würden wahrscheinlich viele Unternehmen ihre Internet-Sicherheit verbessern, berichtete die Zeitung.

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