Interesse für mobiles Shoppen per Wap sinkt
Wachstum der SMS-Kurznachrichten lässt nach

Das zuletzt starke Wachstum der SMS-Kurzmitteilungen per Handy in Deutschland hat nach einer Zeitungsumfrage im ersten Quartal 2001 nachgelassen. Und auch das Interesse am Einkaufen per Wap lässt laut einer Umfrage von A.T. Kearny nach.

Reuters HAMBURG. Habe sich die Zahl der über das Handy verschickten Kurznachrichten im vergangenen Jahr noch versiebenfacht, habe sie sich nun auf hohem Niveau stabilisiert, berichtete die "Financial Times Deutschland" am Montag vorab aus ihrer Dienstagsausgabe unter Berufung auf eine Umfrage unter den Mobilfunknetz-Betreibern.

Bei T-Mobil seien in den ersten drei Monaten je rund 700 Mill. SMS durch das Netz gegangen verglichen mit 650 Mill. im Dezember. Bei E-Plus sei die Zahl der gesendeten SMS-Mitteilungen von 320 Mill. im Januar sogar auf etwas über 250 Mill. in den Folgemonaten gesunken. E-Plus hatte am 1. März die Preise erhöht.

Mobil Einkaufen ist noch keine Notwendigkeit

Mobiles Shopping ist in den Augen der Verbraucher bislang keine Notwendigkeit. So das ernüchternde Urteil der Studie "Mobinet 2: A Rude Awakening for WAP Dreamers", einer gemeinsamen Untersuchung von A.T. Kearney und des Judge Institute of Management der Cambridge University. "Die hohen Hoffnungen, die in WAP gesetzt wurden", so Martin Sonnenschein von A.T. Kearney, "haben sich bislang nicht erfüllt."

Interesse am mobilen Einkauf sinkt

Obwohl die Zahl der WAP-fähigen Geräte steigt, sinkt das Interesse am mobilen Einkauf. So ermittelte die Studie, dass gerade einmal 12 % aller Befragten den Einkauf per Handy beabsichtigen - im Vorjahr waren es noch 32 %. Diethard Bühler von A.T. Kearney zu diesem Ergebnis: "Nach dem Hype wollen die Kunden jetzt Nutzwert - doch den bieten bislang nur die wenigsten WAP-Angebote." Wenn das Thema mobile Commerce nicht ganz verpuffen und die Milliardeninvestitionen der vergangenen Jahre vergebens sein sollen, müssen die Anbieter rasch handeln.

In Europa ist 26 % der befragten Anwender nicht klar, wofür sie WAP brauchen - weitere 16 % sorgen sich über die Sicherheit bei der Zahlungsabwicklung. Finnland und Japan hingegen - beides Länder mit einer Vielzahl an Wap-Angeboten - liegen bei der Zahl der tatsächlichen Kauftransaktionen per Wap vorne. Doch auch hier ist das Gesamtbild ernüchternd. In Japan haben gerade einmal 5 und in Finnland 3 % der Befragten per Wap gekauft.

Positive Aussagen der Studie

Doch den negativen Ergebnissen zum Thema Wap zum Trotz lassen sich auch positive Signale aus der Umfrage gewinnen. Die Gewöhnung an Umgang mit M-Commerce steigt und die Mehrzahl der verkauften Handys stützen bereits Dienste aus dem Internet. Immerhin 74 % der Kunden nutzen das Handy nicht nur zur sprachgestützten Kommunikation.

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