Interessenten hielten sich angeblich nicht an Vorgaben - Belegschaft enttäuscht
Maxhütte-Gläubiger vertagen Entscheidung über Verkauf

ap HEIDELBERG. Die Zukunft des Oberpfälzer Stahlwerks Maxhütte und seinen derzeit noch 1.500 Beschäftigten ist weiter ungewiss. Die Gläubiger vertagten ihre Beratungen am Dienstag in Heidelberg ohne neuen Termin. Konkursverwalter Jobst Wellensiek erklärte, die Angebote seien so komplex, dass sie eingehender geprüft werden müssten. Die Belegschaft der Maxhütte in Sulzbach-Rosenberg reagierte enttäuscht.

`Wir haben erwartet, dass die Gläubigerversammlung den Mut hat, heute eine positive Entscheidung zu treffen", sagte IG-Metall-Vertrauensmann Werner Flierl. Nach Angaben Wellensieks hätten sich die Interessenten nicht an die Vorgaben der Ausschreibung gehalten. Der bayerische IG-Metall-Chef Werner Neugebauer sagte: `Mir reicht es mit dem Verwirrspiel. Es muss endlich Klarheit her."

Das Stahlwerk Neue Maxhütte mit dem dazu gehörenden Rohrwerk war 1998 schon zum zweiten Mal Konkurs gegangen. Über welche Angebote die Gläubiger drei Stunden lang berieten, wollte Wellensiek nicht bekannt geben. Bisher hatte der Osnabrücker Unternehmer Jürgen Großmann das Stahl- und Rohrwerk komplett übernehmen und für rund 170 Millionen Mark modernisieren wollen. Der ehemalige Klöckner-Manager, der schon die Osnabrücker Georgsmarienhütte saniert hatte, hatte die Unterstützung der Belegschaft und der bayerischen Regierung. Alteigner Max Aicher hatte nur das Rohrwerk übernehmen wollen. Er hatte die Übernahme durch den Konkurrenten aus Niedersachsen bislang verhindert. Näheres will Wellensiek am Mittwoch auf einer Betriebsversammlung in Sulzbach-Rosenberg erläutern.

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