Interessenten müssen bis Januar Antrag einreichen
In Italien beginnt die Liberalisierung der Staatsbahnen

vwd/apa ROM. Die Ära des Monopols der Staatsbahnen (FS) geht in Italien endgültig zu Ende. Die FS veröffentlichte am Freitag die Regeln des Verfahrens, nach dem private Bahngesellschaften die Genehmigung erhalten können, den Staatsbahnen auf dem 16 000 Kilometer langen Bahnnetz Konkurrenz zu machen. Bis Januar müssen alle Interessenten ihren Antrag einreichen, dann muss das Verkehrministerium die Strecken bestimmen, die befahren werden können. Die Behörde hat bereits drei privaten Bahngesellschaften die Lizenzen erteilt, mit deren Hilfe sie im kombinierten Gütertransport (Straßentransport und Schiene) das Monopol der FS brechen können. Bis Jahresende soll auch der Bereich Personenbeförderung liberalisiert werden. Private Gesellschaften werden der italienischen FS für die Benutzung der Eisenbahnlinien eine Gebühr zahlen müssen, die auf Basis von Kriterien wie Betriebskosten oder Zugtyp errechnet wird. Vor allem die stark befahrenen Routen Norditaliens in Richtung Österreich, Schweiz und Frankreich bieten den Angaben zufolge hohe Gewinnchancen. Auch die FS rüstet sich gegen die aufkommende Konkurrenz. Die neue Gesellschaft Trenitalia, Tochter der FS, soll mit neuen Dienstleistungen um Kunden werben.

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