International anlegende Rentenfonds
Kein Konsens bei Dollar-Anleihen

Die international orientierten Anleiheportfolios verbuchten im März meist leichte Verluste. Auf längere Sicht weisen die Produkte in der Regel aber Gewinne aus.

HB/vwd FRANKFURT/M. Ungeachtet der jüngsten Schwäche der amerikanischen Landeswährung glaubt Edgar Maichel nach wie vor an den US-Dollar. Mit einem Zwölfmonats-Wertgewinn von 5,37 % per Ende März belegt der Fondsmanager mit dem SKWB Schoellerbank Euro Alternativ A Platz sechs unter 180 weltweit anlegenden Rentenfonds.

Das Produkt der SKWB-Schoellerbank-Invest legt ausschließlich in Rentenpapiere an, die auf Währungen von Nicht-EWU-Staaten lauten. Zudem investiere der Fonds nur in Papiere von Schuldnern bester Qualität, ergänzt Maichel. Rententitel mit einem Rating unterhalb "AA" erwerbe er nicht. Auf Grund dieser Beschränkung seien in der Regel auch keine Industrieanleihen im Portfolio. Die Fondsmittel steckten überwiegend in Finanz- und Staatsanteilen sowie in Papieren von supranationalen Emittenten.

Rund 40 % habe er derzeit in Anleihen angelegt, die auf den US-Dollar lauteten, sagt Maichel. Für den Greenback bzw. den gesamten Dollar-Block spreche vor allem, dass sich die amerikanische Wirtschaft schneller als die europäische erholen werde. Optimistisch gestimmt sei er auch für den kanadischen, australischen und neuseeländischen Dollar, wo er zusammen aktuell weitere 15 % angelegt habe. Hinzu kämen Positionen im Schweizer Franken, im britischen Pfund, in der dänischen Krone mit jeweils rund 8 % und der schwedischen Krone von etwa 5 % sowie im japanischen Yen mit etwas über 5 %. Michail betont, in die Währungen osteuropäischer Staaten oder in den südafrikanische Rand prinzipiell nicht zu investieren, weil er das Risiko für zu hoch halte.

Qualitätstitel als Basis

Ausschließlich an etablierten Rentenmärkten legt auch der mit einem Wertgewinn von 5,05 % auf Platz zehn rangierende Internationaler Rentenfonds "K" vom Deutschen Investment-Trust (DIT) an. Den Schwerpunkt der Anlage bildeten die großen Märkte USA, Euroland und Japan. Der verantwortliche Fondsmanager Jürgen Jann erklärt: "Innerhalb eines Währungsblocks kaufe ich vor allem Qualitätstitel, wie Staatsanleihen und staatsähnliche Papiere."

Das Konzept des Fonds sehe vor, die Mittel vor allem am kurzen und mittleren Ende der Laufzeitenstrukturkurve anzulegen, also in ein- bis fünfjährigen Rententiteln. Dies unterstreiche der Fondszusatz "K" (für kurz). Der Schwerpunkt der Anlage liege aber bei noch kürzeren Laufzeiten, nämlich bei zwei- und dreijährigen Papieren. Denn er gehe davon aus, dass die US-Notenbank und EZB die Leitzinsen in einigen Monaten wieder anheben werden. Aus diesem Grund habe vor längerer Zeit wieder Floating Rate Notes ins Portfolio aufgenommen, Papiere also, deren Zinssatz mit dem Marktzins steige. Der Floater-Anteil liege bei rund 6 %.

Die deutlichsten Veränderungen innerhalb des Portfolios nahm Jann nach eigenen Angaben in den vergangenen Monaten auf der Währungsseite vor. Vor etwa einem drei Viertel Jahr seien der US-Dollar klar über- und der Euro im Portfolio deutlich untergewichtet. Inzwischen sind Euro-Anleihen laut dem DIT-Mann mit über 37 % zu Lasten von US-Dollar-Anlagen übergewichtet. Auf nicht währungsgesicherte US-Dollar-Anleihen entfielen jetzt noch rund 24 %.

Ein leichtes "Gegengewicht" zu seiner Dollar-Untergewichtung bildeten aber die anderen drei Dollarwährungen. In Papieren, die auf kanadischen, australischen und neuseeländischem Dollar lauteten, seien über 7 % der Fondsgelder investiert. Er glaube, dass diese Währungen Aufholpotenzial aufweisen. Zuletzt aufgestockt habe er auch Yen-Anleihen, auf die jetzt rund 20 % der Fondsmittel entfielen.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%