Internationale Atomenergie-Organisation soll Arbeit beenden
Nordkorea hat keine Lust auf Kontrollen

Nordkorea will die Kontrollen seiner Atomanlagen durch die Internationale Atomenergie-Organisation (IAEO) beenden. Das habe das Land in einem Brief an die IAEO verlangt, bestätigte diese UN-Organisation am Freitag in Wien.

HB/dpa WIEN. Die IAEO werde in dem Schreiben aufgefordert, alle Siegel und Beobachtungskameras in den Nuklearanlagen Nordkoreas abzumontieren.

IAEO-Generaldirektor Mohammed el Baradei appellierte an Nordkorea, "in dieser angespannten Situation keine einseitigen Aktionen zu unternehmen", die der IAEO bei der Überwachung des eingefrorenen Atomprogramms zusätzliche Hindernisse in den Weg legen könnten. Zu Klärung der Situation schlug er ein sofortiges Treffen technischer Experten vor.

Pjöngjang hatte sich 1994 in einem Vertrag mit den USA verpflichtet, sein Atomprogramm einzufrieren. Im Gegenzug hatten die USA Öllieferungen und die Errichtung von zwei Leichtwasserreaktoren zugesagt. Kontrolliert werden sollte das nordkoreanische Atomprogramm von der IAEO, die seitdem Teile von Fabriken versiegelte und mit Kameras einige Produktionshallen und Lagerstätten überwacht.

"Das Abkommen war der Schlüssel zur Überwindung der Nuklearkrise in Nordkorea und bleibt ein bedeutendes Instrument für die Aufrechterhaltung von Frieden und Stabilität auf der koreanischen Halbinsel", begründete el Baradei seinen Appell weiter. Nordkorea hatte die Wiederaufnahme des Atomprogramms mit ungenügenden Energielieferungen der USA begründet.

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