Internationale Zusammenarbeit erforderlich
Uno-Konferenz zum Älterwerden der Bevölkerung

Mit den gesellschaftlichen Auswirkungen einer älter werdenden Bevölkerung beschäftigt sich von diesem Mittwoch an eine internationale Konferenz in Berlin.

dpa/HB BERLIN. Bis Freitag will die Uno-Regionalkommission für Europa, Zentralasien und Nordamerika (UNECE) einen im April verabschiedeten Welt-Altenplan regionalen Besonderheiten anpassen. Der Altenplan fordert von den Regierungen mehr Engagement und engere internationale Zusammenarbeit bei der Bekämpfung der Altersarmut. Außerdem werden Reformen des Arbeitsmarktes, der Rentenversicherung und des Gesundheitswesens angemahnt.

"Der demographische Wandel ist weltweit eine der größten Herausforderungen dieses Jahrhunderts", sagte die Bundesfamilienministerin Christine Bergmann (SPD) am Dienstag in Berlin. Eine älter werdende Gesellschaft erfordere eine langfristig angelegte Politik und eine intensivere internationale Zusammenarbeit.

An der Uno-Konferenz nehmen 50 der 55 Mitgliedstaaten der UNECE und zahlreiche regierungsunabhängige Organisationen teil. Die UNECE will als erste der fünf regionalen Uno-Kommissionen den Welt-Altenplan verwirklichen. Darin hatten sich im April in Madrid 189 Staaten dazu verpflichtet, die Folgen einer älter werdenden Gesellschaft in allen Politikfeldern zu berücksichtigen.

Nach Berechnungen der Uno wird sich bis 2050 die Alterspyramide der Weltbevölkerung umgekehrt haben. 1950 gab es etwa doppelt so viele Menschen, die jünger als 20 Jahre waren als Menschen, die 60 Jahre oder älter waren. 2050 wird es voraussichtlich doppelt so viele Ältere wie Jüngere geben. In Deutschland ist heute etwa jeder Fünfte 60 Jahre oder älter, 2050 wird es jeder Dritte sein. Gründe dafür sind gesunkene Geburtenzahlen und eine gestiegene Lebenserwartung.

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