Internationalen Luft- und Raumfahrtausstellung
EADS setzt auf Übersee- und Rüstungsgeschäft

Der europäische Luft- und Raumfahrtkonzern EADS erholt sich allmählich von den Folgen des Terroranschlags in den USA am 11. September und strebt verstärkt auf den Nordamerikanischen Markt.

dpa BERLIN. Wachstum zeichnet sich wieder ab und der bereits erkennbare Aufschwung soll gesichert werden, meinten die beiden EADS-Präsidenten Rainer Hertrich und Philippe Camus am Dienstag bei der Internationalen Luft- und Raumfahrtausstellung (ILA) in Berlin-Schönefeld. "Wir verzeichnen im Luftverkehr positive Signale für das Passagieraufkommen." Zudem seien die Konjunkturprognosen führender Wirtschaftsinstitute ermutigend, ebenso der Auftragseingang für die zivile Flugzeuge.

"Wir betrachten die USA als einen strategischen Markt, in dem wir durch Leistung und Wettbewerbsfähigkeit überzeugen können. Deshalb streben wir auch eine stärkere Präsenz an."

Bereits im Jahre 2003 erwartet das EADS-Management ein ausgeglichenes Verhältnis zwischen den Kontrahenten Airbus und Boeing bei der Auslieferung von Verkehrsflugzeugen. Die EADS will in Nordamerika künftig erheblich an Bedeutung gewinnen. Das gilt besonders für das Rüstungsgeschäft. "Das Pentagon hat uns bereits bestätigt, dass wir sehr gute Produkte haben", sagte Camus. "Wir wollen den Umsatz unserer Verteidigungs-Divison bis zum Jahre 2004 um 50 Prozent erhöhen und den Auftragsbestand bis dahin auf 40 Milliarden Euro verdoppeln."

Der Anteil am Gesamtumsatz soll bis 2012 von derzeit 20 auf 30 Prozent wachsen. Schon jetzt arbeiten verschiedene EADS-Unternehmen eng mit US- Partnern zusammen. Das gilt nicht nur für Northrop Grumman, sondern sogar für Konkurrent Boeing und die US Navy im militärischen Flugzeugbereich.

Camus hält es für möglich, dass der geplante Militärtransporter A400M eines Tages auch in Übersee, beispielsweise Australien und Kanada, verkauft werden kann.

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