Internationalen Marktanteil ausgebaut
Wella will Nummer eins bei Friseuren werden

Der Kosmetikkonzern Wella will mit seinem Friseurgeschäft in den kommenden Jahren die Nummer eins auf dem Weltmarkt werden. Der Konkurrent L'Oréal könne bis 2005 überrundet werden, sagte der Vorstandsvorsitzende Heiner Gürtler am Dienstag in Darmstadt. Mit einem Umsatzplus von knapp 13 Prozent auf 3,187 Mrd. Euro liege Wella über dem Durchschnitt in seiner Sparte (9 Prozent). Der Jahresüberschuss 2001 sei mit rund 123 Mill. Euro um 22,5 Prozent gesteigert worden. Für das laufende Jahr rechne das Unternehmen mit ähnlichen Ergebnissen.

dpa DARMSTADT. Auf seinem Wachstumskurs setze Wella verstärkt auf den internationalen Markt. So habe der Konzern vor sieben Jahren ein Drittel seines Geschäfts in Deutschland abgewickelt, inzwischen seien es noch 22 Prozent. Dafür seien die Märkte in Europa (von 35 auf 39 Prozent) und USA (von 7 auf 12 Prozent) ausgebaut worden. Ein Schwerpunkt im laufenden Jahr werde in den USA liegen. "Hier hatten wir einen kleinen Einbruch", sagte Gürtler. Mit der Zusammenlegung von Firmen und neuem Management solle die Schlagkraft erhöht werden.

Bei seinen Verbrauchsprodukten und der Duftsparte will Wella nach Angaben von Gürtler hochpreisige Produkte entwickeln. Der Kauf des Markennamens Escada im Frühjahr weise in diese Richtung. Die Sparte Kosmetik und Duft erreiche nach wie vor überproportionale Zuwächse von 14 Prozent. Wella erwirtschaftet knapp die Hälfte seines Umsatzes im Friseurgeschäft, ein Drittel im Bereich Verbrauchsgüter und rund 20 Prozent in der Duftsparte.

Als eine Ursache für das Wachstum nannte Finanzvorstand Martin Tresser die weltweiten Zukäufe. Dafür seien im vergangenen Jahr insgesamt 254 Mill. Euro eingesetzt worden - eine Rekordsumme in der Konzerngeschichte. Diese Akquisitionen seien mit knapp 6 Prozent am Umsatz beteiligt.

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