Internationaler Sportgerichtshof rüttelt nur selten an Entscheidungen der Vorinstanz
Wütende Franzosen sorgen für Eklat

Frankreichs Vielseitigkeitsreiter haben sich auch nach zwei Entscheidungen am grünen Tisch noch nicht mit Silber abgefunden und bereiten einen weiteren Einspruch gegen den deutschen Olympiasieg vor. Doch nicht nur das: Nach der Medaillenübergabe verloren sie gegenüber Doppel-Olympiasiegerin Bettina Hoy auch die Contenance.

HB ATHEN. Die Wut über das verlorene Gold saß tief. Für 70 Minuten durften sich die Franzosen als Olympiasieger fühlen, dann folgte der Silber-Schock. So kam es zu einem Affront unmittelbar vor der Pressekonferenz am Mittwochabend, als Doppel-Goldgewinnerin Bettina Hoy dem Team Frankreichs gratulieren wollte. "Sie haben die Köpfe geschüttelt und sich umgedreht", berichtete Hoy. Später schimpfte der Technische Direktor der Franzosen, Olivier Le Page: "Sie haben uns unsere Medaillen gestohlen."

Hoy war fassungslos angesichts der heftigen Reaktionen. "Das ist unsportlich", sagte sie. Die in England lebende Reiterin bemühte sich aber, Verständnis aufzubringen: "Das kann man bis zu einem gewissen Grad nachvollziehen, denn sie waren die Favoriten und standen enorm unter Druck." Bundestrainer Hans Melzer, der neben Hoy gestanden hatte, meinte. "Das ist wirklich sehr unsportlich, das habe ich noch nicht erlebt."

Für die Franzosen war die Nacht im Reitsportzentrum Markoupolo ein "Albtraum", wie sich Arnaud Boiteau ereiferte: "Olympia ist nicht die Zeit für Witze." Sein Teamkollege, Weltmeister Jean Teulere, klagte: "So etwas habe ich in meiner ganzen Karriere noch nicht erlebt." Und Didier Courreges schimpfte über die Korrektur der Richter- Entscheidung: "Sonst kann man ja so oft über die Startlinie reiten, wie man will."

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