Internationaler Wettkampf
Roboter mit Strumpfhose und Fahrradreifen

Der Baukasten enthält so nützliche Dinge wie Elektromotoren und Pneumatikzylinder, aber auch eine Strumpfhose, einen Spülschwamm und einen Fahrradreifen.

Daraus bauen Studenten beim International Design Contest (IDC) an der TU Darmstadt fantasievolle Roboter, die im Zweikampf gegeneinander antreten. Das große Finale steigt am 29. Juni 2002 um 14 Uhr in Darmstadt. Die Roboter tragen klingende Namen wie "L'Impertinenza", "Balldozer" oder "Müllomat Quadrat". Jedes Gerät ein Unikat.

"Studenten sind manchmal Theoretiker mit zwei linken Händen." Gegen dieses Vorurteil ziehen die Teilnehmer des International Design Contest 2002 mit Schruppfeile und Feinstrumpfhose zu Felde. Denn ausnahmsweise messen die Studierenden der TU Darmstadt ihre Leistung nicht in Klausuren, sondern an selbst entworfenen und eigenhändig gebauten Robotern in packenden Wettkämpfen vor großem Publikum.

Die erste Hürde hat das interdisziplinär besetzte Teilnehmerfeld bereits genommen. Um einen der 16 begehrten Baukästen zu erhalten, mussten sich die Teilnehmer gegen eine Konkurrenz von mehr als 40 Teams durchsetzen. Nun wird jede vorlesungsfreie Minute zum Tüfteln genutzt. Der Blick der Jungkonstrukteurinnen und-konstrukteure ist fest auf die Finalveranstaltung am Samstag, dem 29. Juni 2002 gerichtet.

Die Ressourcen für den Bau der Roboter sind begrenzt. Verbaut werden darf nur, was im Baukasten zu finden ist und der ist für alle Teams identisch. Neben den technischen Teilen enthält er auch ausgefallene Dinge für den kreativen Gebrauch: ein Kehrblech zum Beispiel, eine Nylon-Feinstrumpfhose, einen Spülschwamm und einen Fahrradreifen.

Der Kampf mit dem Flügelrad

Der Titel der Veranstaltung - CAT Quichotte - deutet an, dass die Maschinen wie Cervantes' Romanheld gegen ein Flügelrad antreten werden. Im Zweikampf müssen sie - Roboter gegen Roboter - Squashbälle in ein Schaufelrad befördern. Wie sie das tun, ist den Erbauern der ferngesteuerten Fahrzeuge völlig freigestellt: aufsammeln und hinfahren, hineinkatapultieren oder per Förderband abladen - der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt! Dabei entscheidet nicht die Anzahl der eingesammelten Bälle, sondern einzig und allein der "Schwung" des Zählrads. Durch dessen Drehung wird ein Fähnchen der gerade punktenden Mannschaft gehoben. Und fast wie im richtigen Leben ist des einen Freud des andern Leid: Mit jedem Zentimeter Hub senkt sich das Fähnchen der gegnerischen Mannschaft um die gleiche Strecke.

Eine Jury mit Vertretern aus Industrie und Wissenschaft die Konstruktionen bezüglich Originalität des Konzepts, Performanz und handwerklicher Ausführung.

Den drei besten Konstruktionsteams winken Flugtickets nach Boston, USA. Am dort ansässigen MIT treffen die Studierenden aus Darmstadt bei der internationalen Endausscheidung auf die jeweiligen Sieger der sechs über den Erdball verteilten Partneruniversitäten des IDC. Dazu zählen neben der TU Darmstadt und dem diesjährigen Ausrichter der internationalen Veranstaltung, dem MIT, das Tokyo Intitute of Technology (Japan), die Universitäten von Sao Paulo (Brasilien) und Cambridge (Großbritannien) sowie die Ecole Polytechnique (Frankreich). In nur zwei Wochen muss gemeinsam ein neuer Roboter entwickelt und "zusammengeschraubt" werden. Zur Not verständigt man sich dabei auch mit den sprichwörtlichen Händen und Füßen...

Der IDC-Wettbewerb wird maßgeblich von den VDI-Nachrichten und 20 Industriepartnern unterstützt.

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