„Internet aus der Steckdose“ künftig auch in Österreich
MVV und ABB halten Powerline die Treue

"Wir glauben mehr denn je, dass Powerline profitabel sein wird", erklärte Roland Hartung, Vorstandsvorsitzender der MVV.

jkn MANNHEIM. Am Dienstag schlossen die Mannheimer mit der Linz AG, dem zweitgrößten österreichischen Versorger, einen Vertrag über den Vertrieb der Technologie in ganz Österreich ab.

Vor wenigen Tagen ist die ABB AG, die deutsche Tochter des ABB-Konzerns in Zürich, beim Powerline-Projekt der Mannheimer eingestiegen. "Wir beschäftigen uns schon seit Jahren mit dem Thema, mussten aber feststellen, dass uns der Zugang zum Endkunden fehlt. Den hat die MVV", erklärte Joachim Schneider, ABB-Vorstandsmitglied.

Hartung will vor allem das ABB-Know-how im Mittelspannungsbereich nutzen, um die Trafostationen zu vernetzen. Bislang geschieht dies mit teuren Glasfasernetzen.

Powerline hat jüngst Rückschläge hinnehmen müssen. Nahezu alle Energieversorger haben die Entwicklung einer eigenen Technologie auf Eis gelegt, zuletzt Anfang September die RWE. Dagegen ist sich Hartung sicher, dass die MVV, die eine andere Technologie als etwa RWE benutzt, das Powerline-Geschäft spätestens in drei Jahren profitabel machen kann.

Noch allerdings kämpft auch die bislang einzige börsennotierte deutsche Stadtwerksgesellschaft mit Schwierigkeiten. Zwar sind anfängliche Kinderkrankheiten beseitigt. Doch haben sich in Mannheim, dem ersten kommerziellen Powerline-Projekt in Deutschland, bislang nur 2000 Kunden für das "Internet aus der Steckdose" entschieden, obwohl 45 000 Haushalte die technischen Möglichkeiten dazu hätten. "Wir haben im Marketing noch einige Aufgaben zu bewältigen", weiß Hartung. Aber auch hier könne der Name ABB helfen.

Quelle: Handelsblatt

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