Internet-Dienst macht weltweiten Konsolen-Wettkampf möglich
Sony startet mit Online-Spielen

Der japanische Elektronikkonzern erwartet noch in diesem Jahr, rund 400 000 Interessenten für seinen neuen Online-Dienst zu gewinnen.

dpa/ HANDELSBLATT TOKIO/ HAMBURG: Sony zeigt sich trotz des harten Konkurrenzkampfs im Markt der Spielekonsolen für die Zukunft seiner Playstation 2 gelassen. Der japanische Elektronikkonzern erwarte noch in diesem Jahr, rund 400 000 Interessenten für seinen neuen Online- Dienst zu gewinnen, teilte Sony am Donnerstag in Tokio mit. Noch vor wenigen Tagen hatte Rivale Microsoft für dessen Konsole den neuen Dienst Xbox Live für den 15. November angekündigt. Der Marktführer will bereits am 27. August seinen Service in Nordamerika starten.

«Wir beobachten den US-Markt seit drei Jahren und sind überzeugt, dass die Zeit reif ist, den Kunden Online-Spiele auf ihren Konsolen anzubieten», sagte Kaz Hirai, bei Sony verantwortlich für den Spielemarkt in den USA. Bereits für den Start erwarte Sony 250 000 Abonnenten. Mit dem Angebot sollen Spieler weltweit über das Internet mit ihren Konsolen gegeneinander antreten können.



Mit entsprechenden Angeboten hatten sich sowohl Nintendo als auch Sony bislang zurückgehalten, da der Erfolg wesentlich von der Verbreitung schneller Internetleitungen abhängt. In den USA verfügen derzeit rund 15,4 Millionen Haushalte über entsprechende Anschlüsse. Microsoft hatte den Start von Xbox Live ursprünglich bereits für Juni geplant und wollte frühzeitig mit neuen Spielen die enttäuschenden Absatzzahlen nach oben treiben. Seit November 2001 hatte das Unternehmen 3,9 Millionen Konsolen verkauft, Marktführer Sony verkaufte seit Einführung der Playstation 2 im Jahr 2000 rund die achtfache Menge.



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