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Internet-Infrastruktur-Sektor unter Druck

Negative Kommentare von Robertson Stephens nehmen dem Technologiemarkt am Morgen den Wind aus den Segeln. Kursverluste bei EMC, Inktomi und VeriSign sind die Folge. Unerfreuliche Wirtschaftsdaten vermiesen der Wall Street ebenfalls die Neujahresstimmung. Der Nationale Einkaufsmanager-Index für Dezember fiel mit 43,7 rund fünf Punkte geringer aus als erwartet. Ein sinkender Index deutet auf eine weiter Abkühlung der US-Konjunktur hin.

Der Nationale Einkaufsmanager-Index fiele im Dezember auf den niedrigsten Stand seit Ende der Rezession vor rund zehn Jahren. Die Anzahl der Aufträge und die Produktion der US-Wirtschaft gingen im vergangenen Monat weiter zurück. Auf die Entwicklung der Wirtschaft und die Aktienmärkte zusätzlich belastend wirken sich steigende Preise aus. Produzenten und Unternehmen versuchen sichtlich die rückläufigen Auftragseingänge mit höheren Preisen aufzufangen. Auf den Einkaufsmanager-Index besonders belastend wirkt sich die schleppende Nachfragesituation auf dem Stahl- und Automobilsektor aus. Ford, General Motors und DaimlerCyrsler hatten bereits in den vergangen Wochen die Umsatzprognosen reduziert.



Doch neben den Wirtschaftsdaten belasten Analystenkommentare heute das Marktgeschehen. Die Analysten des Brokerhauses Robertson Stephens stuften am Morgen gleich mehrere Unternehmen des Internet- Infrastruktur-Sektors ab. Die Ausgaben für den Technologiebereich gingen starker zurück als ursprünglich erwartet. Die abkühlende US-Wirtschaft und die rückläufige Zahl neuer Unternehmen sowie das mangelnde Investitionskapital bei Dot.com Unternehmen schadeten dem Sektor und werde im ersten Quartal des neuen Jahres ein langsameres Wachstum hervor rufen

.

Die Analysten reduzieren ihre Erwartung für EMC, Inktomi und zehn andere Werte. Die Experten korrigierten die Einschätzung für Inktomi, Veritas Software und Network Appliance von "kaufen" auf "langfristig attraktiv". Veritas Software steht zur Stunde auf der Verliererliste der Nasdaq. Auch Kursgewinne bei Intel, Microsoft und Worldcom helfen dem Wert nicht ins Plus.



Beim Dow Jones Index begrenzen die Kursgewinne der Ölwerte die Verluste der Börsenbarometers nur leicht. Die Titel profitieren von einem steigenden Ölpreis, nachdem Saudi Arabien seine Unterstützung erklärt hatte, falls die Opec die Ölproduktion reduzieren sollten. Chevron und Exxon legen an Wert zu. Auch Philip Morris kann einen kleinen Teil der Dow Verluste gut machen. Neben Wal-Mart notiert die Aktie, die bereits in den vergangenen Jahren in Hoffnung auf Zinssenkungen an Wert gewonnen hatte, stärker.



Der Dow Jones Index leidet unter Kursverlusten bei General Electric, Boing und Honeywell. Die Aktie von Boing gerät nach einer Abstufung von First Union Securities unter Druck. Die Analysten stuften die Aktie von "aggressiv kaufen" auf "kaufen" ab.

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