Internet macht nicht einsam
Für junge Nutzer ist ein Internetzugang selbstverständlich

ddp HAMBURG. Für Kinder und Jugendliche ist das Internet offenbar ebenso selbstverständlich wie Liebeskummer und Anti-Pickel-Creme. Einer Studie des Marktforschungsinstituts Emnid zufolge, nutzen 6- bis 18-Jährige das neue Medium regelmäßig zur gezielten Informationsbeschaffung sowie zum Lernen, Kommunizieren und Spielen. Ein Viertel der 6- bis 18-Jährigen geht mehrmals im Monat online, 30 % mehrmals in der Woche, 9 % wählen sich sogar täglich ein. Dabei beträgt der Anteil der unter 14-Jährigen, die mehrmals im Monat surfen, bereits 47 %.

In ihrer Online-Zeit holen der Studie zufolge 8,2 Millionen junge Internet-Nutzer in Deutschland Informationen von privatem Interesse ein. 6,6 Millionen erledigen mit Hilfe des Internets ihre Hausaufgaben oder bereiten sich so auf den Schulunterricht vor. Dabei sind Mädchen mit 76 % strebsamer als Jungen (59 %). Die Hälfte der Kinder und Jugendlichen beschäftigt sich mit Online-Spielen und dem Herunterladen von Computerspielen.

Durch das Internet verzichten die jungen Nutzer nicht auf die Gesellschaft anderer. 71 % der Kinder und Jugendlichen surfen der Befragung nach gemeinsam mit Freunden oder nutzen das Medium für Kontakte. Über die Hälfte der Online-Kids (60 %) schreibt und liest E-Mails. Die Unterteilung nach Geschlechtern bringt allerdings unterschiedliche Kommunikationsgewohnheiten ans Tageslicht: 71 % der Mädchen tauschen sich auf elektronischem Weg aus, bei den Jungen sind es nur 51 %. Auch andere Kontaktmöglichkeiten sind beliebt: 48 % verschicken Kurznachrichten (SMS) über das Internet und 35 % chatten.

Die vom Marktforschungsinstitut Emnid durchgeführte Untersuchung "Kinder und Internet - Nachwuchs für das World Wide Web" ist Bestandteil der E-People-Studienreihe von AOL Deutschland. Das Unternehmen beleuchtet damit in zweimonatigen Abständen verschiedene Aspekte der Internet-Nutzung. Befragt wurden in diesem Fall 1.500 junge Internet-Nutzer.

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