Internet-Offensive angekündigt
Babcock Borsig steigert Ergebnis

vwd/dpa DÜSSELDORF. Die Babcock Borsig AG, Oberhausen, hat im abgelaufenen Geschäftsjahr 1999/2000 (30. September) ihr Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit leicht auf 200 (Vorjahr: 197) Mill. DM gesteigert. Wie der Konzern am Montag in Düsseldorf bekannt gab, trugen der Bereich Energietechnik den vorläufigen Eckdaten zufolge hierzu mit 145 (169) Mill. DM und das Geschäftsfeld Schiffbau mit 80 (71) Mill. DM bei. Die sonstigen Beteiligungen erwirtschafteten 25 (minus 50) Mill. DM. Der Umsatz habe im vergangenen Jahr 12,384 (12,932) Mrd. DM erreicht, teilte Babcock mit.

Allerdings habe der Konzern im Rahmen seiner Desinvestitionen 1999/2000 auch Unternehmen mit einem Umsatzvolumen von rund 3,5 Mrd. DM und fast 14 000 Mitarbeitern abgegeben, hieß es weiter. Die hierdurch entstandenen außerordentlichen Effekte belasteten das Konzernergebnis voraussichtlich im knapp dreistelligen Millionenbereich. Den Auftragseingang des abgelaufenen Geschäftsjahres gab Babcock Borsig mit 12,95 (12,53) Mrd. DM an. In den zwei Kernbereichen habe man jetzt einen Auftragsbestand in Rekordhöhe erreicht, erläuterte das Unternehmen. Beim Schiffbau liege der Auftragsbestand bei rund zehn Mrd. DM, in der Energietechnik bei rund acht Mrd. DM.

Babcock Borsig hält am Handelsschiffbau in Kiel fest

Mit einer Internet-Offensive will Babcock Borsig Einsparungen im dreistelligen Millionenbereich erzielen. Als wichtigstes Projekt sei ein konzernübergreifender Marktplatz für den Anlagen- und Maschinenbau am Montag an den Start gegangen. Daneben sollen weitere Projekte wie eine Projektdatenbank und ein Online-Ersatzteilhandel zu Einsparungen von insgesamt 200 Mill. Euro (391 Mio DM) pro Jahr ab 2003 führen.

Am Handelsschiffbau auf der Kieler Großwerft HDW soll langfristig festgehalten werden. Diese Sparte solle durch eine straffere Organisation und das stärkere Einbinden von Lieferanten in den Produktionsablauf binnen zwei Jahren aus der Verlustzone gesteuert werden, sagte Babcock-Chef Klaus Lederer. Größere Umbauten seien nicht nötig. Bisher sei der Handelsschiffbau 30 bis 40 % zu teuer. Großjachten, Schnellfähren und Kreuzfahrtschiffe seien die Zukunft.

Rostocker Windkraftanlagen-Tochter an die Börse

Seine Windkraftanlagen-Tochter Nordex will der Oberhausener Konzern als Aktiengesellschaft mit Sitz in Rostock an die Börse führen. Der Börsengang werde für das kommende Jahr angestrebt, teilte Konzernchef Klaus Lederer mit. Die Nordex-Gruppe erzielt nach Unternehmensangaben mit 500 Mitarbeitern einen Umsatz von rund 600 Mill. DM und ein Betriebsergebnis von etwa 30 Mill. DM. Hauptproduktionsstandort ist Rostock, während der Vertrieb aus Norderstedt bei Hamburg gesteuert werden soll.

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