Internet-Provider vor dem Aus
Gigabell verschwindet vom Neuen Markt

Nachdem bereits im November 2000 das Insolvenzverfahren eröffnet worden ist, werden die Aktien der Gigabell AG mit Ablauf dieser Woche vom Handel ausgeschlossen.

dpa FRANKFURT/M. Mit der einstigen Telekommunikationsfirma Gigabell hat erstmals ein Wert am Neuen Markt der Frankfurter Börse die rote Karte erhalten. Weil das insolvente Unternehmen keinen Quartalsbericht zum Jahresende 2000 erstellt und damit gegen das Regelwerk des Neuen Marktes verstoßen hat, wurde die Zulassung der Gigabell-Aktie zurückgenommen. Der Handel wird mit Börsenschluss am Freitagabend eingestellt. Dies teilte die Gigabell AG in Insolvenz am Donnerstag in Frankfurt mit. "Eine Entscheidung über die Zulassung der Aktien zum Geregelten Markt ist damit nicht verbunden", betonte die Deutsche Börse.

Der Kurs der längst als "Zockerpapier" geltenden Aktie fiel daraufhin am Donnerstag nochmals um rund 50 % auf 0,50 Euro. Im Vergleich zum einstigen Höchstkurs - rund 130 Euro im März 2000 - hat der Wert der Aktie damit mehr als 99 % verloren.

Gigabell hatte im Herbst als erstes Unternehmen am Neuen Markt Pleite gemacht. Eine Übernahme durch den finnischen Telekom-Konzern Jippii platzte; stattdessen wurden lediglich die werthaltigen Teile, vor allem Anlagen, an die Finnen verkauft, so dass von Gigabell lediglich ein Firmenmantel mit Telefon-Lizenzen und Schulden von damals 50 Mill. DM übrig blieb.

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