Internet-Service-Provider hält an Flatrate fest
AOL startet im Juli DSL-Internetzugang

tnt/HB HANNOVER. Der Online-Anbieter America Online (AOL) wird in Deutschland ab dem 1. Juli einen DSL-Hochgeschwindigkeitszugang zum Internet anbieten. "Der DSL-Zugang wird zu einem konkurrenzfähigen Preis auf den Markt kommen", versprach AOL-Deutschland-Chef Uwe Heddendorp in Hannover. Der DSL-Internetzugang der Deutschen Telekom kostet derzeit monatlich 49 DM bei unbegrenzter Nutzungsdauer.

Mit dem breitbandigen DSL-Zugang sollen die AOL-Kunden die Möglichkeit bekommen, über das Internet Filme zu sehen und Musik herunterzuladen. Bei den Inhalten will AOL-Deutschland dabei auf Produkte vom Mutterkonzern AOL/ Time Warner zurückgreifen.

Gleichzeitig warnte Heddendorp jedoch davor, im Internet eine Konkurrenz zum Fernsehen zu sehen: "Wir glauben nicht, dass nur weil es technisch möglich ist, die Mehrheit der Internetnutzer sich Kinofilme oder Sportübertragungen am Computer ansehen wird", sagte Heddendorp. Noch für lange Zeit gehe man vielmehr davon aus, dass die Mehrheit der Internetnutzer sich über schmalbandige Zugänge ins Internet einwählen werde.

Nachdem Konkurrent T-Online vor kurzem die so genannte Flatrate aufgrund massiver Verluste vom Markt genommen hat, bietet AOL weiterhin eine Endkundenflatrate für 79 DM an.

AOL-International-Chef Michael Lynton betonte, dass AOL auf das Geschäftsmodell eines Medienunternehmens setze. "Es ist die Mischung aus Zugangs- und Abonnementgebühren und Online-Werbung, die das Geschäftsmodell von AOL tragfähig macht.

"Mit weltweit 31 Millionen Abonnenten konnte AOL im Jahr 2000 die Werbeumsätze um 281 % steigern", sagte Lynton. Die europaweite Zahl der AOL-Kunden - zu denen auch die Nutzer des reinen Internetzugangsanbieters Compuserve und Netscape gehören - bezifferte Lynton auf 4,6 Millionen, davon rund zwei Millionen in Deutschland und eine Million in Großbritannien. Lynton kündigte an, über ein Joint-Venture mit der spanischen Großbank Banco Santander noch in diesem Jahr die ersten Dienste in Spanien starten zu wollen. "Auch in Italien sind wir auf der Suche nach einem Partner, mit dem wir in den Markt eintreten können", sagte Lynton. Europa sei der Schlüssel für künftiges Wachstum.

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