Internet soll bei der Verknüpfung von Märkten und Investoren eine zentrale Rolle spielen
Bankgesellschaft Berlin empfiehlt Deutsche Bank nach wie vor zum Kauf

Die Experten beurteilen die jüngsten Kursverluste der Aktie als "weit übertrieben".

dpa-afx BERLIN. Die Bankgesellschaft Berlin (BGB) hat die Aktie der Deutschen Bank nach wie vor zum Kauf empfohlen, heißt es in einer am Donnerstag in Berlin veröffentlichten Studie. Die BGB-Analysten wiederholten ihr Votum, da die Großbank am Mittwoch in einer Analystenkonferenz das Update zur Internetstrategie "Global e" erfolgreich präsentiert habe. Außerdem hielten die Berliner Experten die jüngsten Kursverluste der Aktie für "weit übertrieben".

Die Deutsche Bank wolle Märkte und Investoren weltweit verknüpfen, wobei das Internet mit Global e eine zentrale Rolle spiele. Die Entwicklung der neuen Produkte sei sehr weit fortgeschritten. Das Finanzportal moneyshelf.com stehe seit dem 1. September vollständig zur Verfügung und werde bereits von 22.000 Kunden genutzt. Zu möglichen Ertrags- und Kosteneinsparungen habe sich die Deutsche Bank aber nicht geäußert.

Die Analysten sehen grundsätzlich die Gefahr, dass den hohen Aufwendungen für die neuen Produkte keine entsprechenden Erträge gegenüber stehen könnten. Allerdings seien die Investitionen der Deutschen Bank dennoch sinnvoll, weil diese neuen Bereiche in wenigen Jahren zum Standard gehören werden. Darüber hinaus nutze die Bank für diese Projekte nicht realisierte Gewinne und verbessere damit die Investmentstruktur der Gesamtbank.

Trotz der gelungenen Präsentation habe die Aktie des Unternehmens am Mittwoch nach wie vor unter den Gerüchten um Verluste im US-Junk-Bond-Geschäft gelitten. Vorstandssprecher Breuer habe aber gesagt, dass er keinen Anlaß für eine entsprechende Erwartung sehe. Die BGB-Analysten gehen nun davon aus, dass sich die Bank "mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht mit Verlusten konfrontiert sehen wird", hieß es in der Studie weiter.

Für den Kursrückgang sei vielmehr das Zusammenspiel von drei Faktoren verantwortlich: Erstens werde am Markt befürchtet, dass das Kreditrisiko im Telekommunikationssektor steige. Der Großteil dieser Geschäfte werde über Bonds finanziert, die die Bank direkt weiterreiche. Berücksichtige man die hohen Überzeichnungen von Telekommunikationsbonds sei es nach Meinung der Analysten unwahrscheinlich, dass die Deutsche Bank wesentliche Bondpositionen halte, die über den Handelsbestand hinausgingen.

Zweitens habe sich die Aktie entgegen dem DAX-Trend auf ihrem hohen Niveau halten können, so dass jetzt Gewinne realisiert worden seien.

Drittens habe die Aktie charttechnische Unterstützungslinien durchbrochen, so dass die Reaktion auch technisch beeinflusst worden sei.

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