Internet soll so alltäglich werden wie Fernsehen
AOL führt zur Cebit neue Angebote fürs Handy ein

Mit der Einführung neuer mobiler Datendienste soll das Internet so alltäglich werden wie das Fernsehen. Zwei Tage vor Beginn der Computermesse Cebit stellte der Online-Anbieter AOL seine Strategie für das `mobile Internet" vor. Darunter versteht man den Zugriff auf Online-Informationen über drahtlose Geräte wie das Handy oder Kleincomputer.

ap HANNOVER. Mit der neuen Strategie entwickle sich AOL zu einem interaktiven Medium, das auf unterschiedlichen Endgeräten und technischen Plattformen erreichbar sei, sagte der Geschäftsführer von AOL Deutschland, Uwe Heddendorp, am Dienstag in Hannover. Der weltweit größte Online-Dienst startet zur Cebit ein eigenes WAP-Portal mit speziell aufbereiteten Inhalten für das Mobiltelefon. Über WAP können AOL-Mitglieder dann auch ihre E-Mails auf dem Handy lesen. Diese bislang noch umständlich und langsam zu bedienende Technik soll mit dem kürzlich eingeführten Mobilfunkstandard GPRS schneller und komfortabler werden.

Neben dem Handy bringt AOL seine Internet-Angebote auch auf mobile Kleincomputer, die als Persönliche Digitale Assistenten (PDA) bezeichnet werden. Zur Cebit führt AOL eine neue Version seiner Zugangssoftware für den Palm ein; dazu gehört nun auch der `Instant Messenger", mit dem in Echtzeit Mitteilungen an Bekannte verschickt werden, die ebenfalls online sind. Dieses Messaging soll im Sommer auch für das WAP-Handy eingeführt werden.

Für den traditionellen Internet-Zugang am PC will AOL ab Anfang Juli einen DSL-Breitbandzugang einführen, mit dem die zwölffache ISDN-Geschwindigkeit möglich wird. Diese Technik wird unter dem Markennamen TDSL auch schon vom Konkurrenten T-Online angeboten.

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"AOL ist auf dem Weg, ein alltäglich genutztes Medium zu werden und braucht selbst den Vergleich mit traditionellen Medien wie dem Fernsehen nicht zu scheuen", erklärte Heddendorp. Diesen Anspruch leitet das Unternehmen auch von Erhebungen ab, wonach AOL mit durchschnittlich sechseinhalb Stunden im Monat die höchste Nutzungsdauer aller Online-Angebote in Deutschland hat. Deswegen hofft das mit dem amerikanischen Medienkonzern Time-Warner verbundene Unternehmen auch auf verstärkte Geschäfte mit Werbekunden.

Der amtierende Vorstandschef von AOL Europa, Michael Lynton, erklärte, das Werbeaufkommen des Unternehmens in Europa sei im vergangenen Jahr um 281 Prozent gestiegen. In Deutschland ist AOL gemessen an der Zahl seiner mehr als zwei Millionen Kunden hinter T-Online die Nummer zwei der Internet-Provider (Zugangsanbieter).

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