Internet-Stellenanbieter mit höherem Verlust
Jobpilot AG erzielt Fehlbetrag von 28,3 Mill. Euro in 2000

Der Fehlbetrag habe sich auf 28,3 Mill. Euro von 5,4 Mill. Euro im Vorjahr ausgeweitet, teilte die am Neuen Markt notierte Gesellschaft am Donnerstag in einer Pflichtveröffentlichung mit.

Reuters BAD HOMBURG. Der Internet Jobpilot AG-Stellenanbieter ist im Geschäftsjahr 2000 aufgrund rückläufiger Geschäfte im vierten Quartal bei deutlichem Umsatzanstieg tiefer in die Verlustzone gerutscht. Der Fehlbetrag habe sich auf 28,3 Mill. Euro von 5,4 Mill. Euro im Vorjahr ausgeweitet, teilte die am Neuen Markt notierte Gesellschaft am Donnerstag in einer Pflichtveröffentlichung mit. Der Umsatz stieg den Angaben zufolge im Vergleich zum Vorjahr um 232 % auf 33,5 Mill. Euro. In Deutschland sei bei einem Umsatz von 26 Mill. Euro für 2000 das Geschäft im vierten Jahr in Folge profitabel gewesen. Eine genaue Zahl zum erzielten Ergebnis wollte Unternehmenssprecher Stephan Lindenfeld auf Anfrage nicht mitteilen.

Ziel sei es, das Unternehmen insgesamt im vierten Quartal des laufenden Jahres profitabel zu machen, sagte Finanzvorstand Rebecca Polley. "Unser Barmittelbestand von 35 Mill. Euro ist dafür mehr als ausreichend." Das Erreichen der Gewinnzone sei wichtiger als "beim Umsatz alles herauszuholen", sagte Lindenfeld. "Eine Verdopplung des Umsatzes im laufenden Jahr sollte aber dennoch möglich sein."

Den Fehlbetrag im Geschäftsjahr 2000 führte Lindenfeld auf saisonale Effekte im vierten Quartal zurück. Anzeigengeschäft und Stellengesuche seien schleppend verlaufen. Der Verlust sei im vierten Quartal mit 9,3 (Vorjahr: 1,2) Mill. Euro höher als erwartet ausgefallen. Die Zahl der registrierten Nutzer habe im vierten Quartal auf über 840 000 von 633 000 im dritten Quartal zugelegt. Damit ist Jobpilot eigenen Angaben zufolge klar die Nummer eins unter den europäischen Karriereportalen.

Für das Gesamtjahr 2000 lägen die Umsatz- und Ergebniszahlen im Rahmen der Erwartungen von Analysten sowie des Unternehmens, sagte Lindenfeld. Die endgültigen Zahlen will das Unternehmen am 26. März veröffentlichen. Der Aktienkurs von Jobpilot lag am Vormittag über fünf Prozent im Minus bei 14,70 Euro.

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