Internet-Tauschbörse Napster
Streit um Musik aus dem Internet geht in nächste Runde

Vor einem Bundesgericht in San Francisco im Bundesstaat Kalifornien bestritt Napster-Anwalt David Boies, dass die Internetfirma die Urheberrechte systematisch verletzte.

dpa SAN FRANZISCO. Der Streit zwischen der amerikanischen Musikindustrie und der Internet-Tauschbörse Napster ist am Montag in die nächste Runde gegangen. Vor einem Bundesgericht in San Francisco im Bundesstaat Kalifornien bestritt Napster-Anwalt David Boies, dass die Internetfirma die Urheberrechte systematisch verletzte. Der Anwalt der Musikindustrie, Russel Frackman, warf Napster dagegen vor, die Webseite einzig und allein zum illegalen Austausch von Musikstücken geschaffen zu haben.

In dem Streit hatte ein Gericht im Juli zunächst entschieden, dass Napster bis zur endgültigen Klärung seine Webseite schließen muss. Dies war kurz darauf von einem Berufungsgericht widerrufen worden. Die Entscheidung in dem am Montag eröffneten Verfahren wird nach Medienberichten erst in einigen Wochen erwartet.

Im Mittelpunkt des Streits steht eine Art Tauschprogramm, das sich jeder PC-Besitzer kostenlos aus dem Internet herunterladen kann. Damit hat er dann Zugriff auf hunderttausende Musiktitel im Netz, die er sich kostenlos kopieren und dann entweder auf dem Computer anhören oder auf eine CD überspielen kann. Die Zahl der Napster-Benutzer wird auf insgesamt 20 Millionen geschätzt.

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