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Internet-Unternehmer Alexander Falk bleibt in Haft

Der Internet-Unternehmer Alexander Falk bleibt auch nach mehr als 14 Monaten Untersuchungshaft hinter Gittern. Nach wie vor bestehe Fluchtgefahr, da Falk eine erhebliche Freiheitsstrafe zu erwarten habe, teilte das Hanseatische Oberlandesgericht in Hamburg mit.

dpa HAMBURG. Der Internet-Unternehmer Alexander Falk bleibt auch nach mehr als 14 Monaten Untersuchungshaft hinter Gittern. Nach wie vor bestehe Fluchtgefahr, da Falk eine erhebliche Freiheitsstrafe zu erwarten habe, teilte das Hanseatische Oberlandesgericht in Hamburg mit.

Gleichzeitig wurde der Haftbefehl erweitert. Die Justiz wirft Falk verbotene Kursmanipulation in zwei Fällen, Betrug in einem besonders schweren Fall und sowie Steuerhinterziehung in vier Fällen vor. Die Verhandlung gegen Falk soll eventuell im Dezember dieses Jahres beginnen.

Der ehemalige New-Economy-Star Falk soll gemeinsam mit sieben Mitbeschuldigten den Umsatz und damit den Aktienkurs seiner ehemaligen Internet-Firma Ision kurz vor deren Verkauf 2001 künstlich in die Höhe getrieben haben. Falk erzielte einen Verkaufspreis von 812 Mill. ? von der britischen Firma Energis plc., der nach heutigem Stand weit überhöht war. Die Hamburgische Justiz hat die U- Haft für Falk bereits mehrfach geprüft und eine Freilassung immer verworfen. Die Fortdauer sei weiterhin verhältnismäßig, hieß es am Mittwoch. "Eine Verschonung unter Auflagen kann jedenfalls gegenwärtig noch nicht erfolgen."

Der 35-jährige Alexander Falk hatte den geerbten gleichnamigen Stadtplan-Verlag 1995 verkauft und mit den Erlös in verschiedene unternehmerische Aktivitäten investiert. Die meisten Firmen, an denen Falk beteiligt war, sind mittlerweile entweder vom Markt verschwunden oder insolvent oder haben neue Besitzer. Bei der Ision-Transaktion haben viele Kleinanleger ihr Geld verloren.

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