Internet-Vermarkter vereinbaren einheitliches Messverfahren
Online-Werbung macht sich hübsch

Werbung im Internet, bisher als Randaspekt belächelt, rückt in den Fokus der großen Markenhersteller. Die Internet-Vermarkter wie Interactive Media und Web.de haben sich deshalb am Dienstag am Rande der Online-Marketing-Messe in Düsseldorf auf einen einheitlichen Mess-Standard geeinigt.

pes HB DÜSSELDORF. Werbekunden und Agenturen fordern schon seit langem ein einheitliches Messverfahren, um das Internet-Nutzungsverhalten zu erfassen und mit den Messdaten für Fernsehen, Zeitungen und Zeitschriften vergleichen zu können. "Der Online-Markt braucht eine stärkere und homogenere Vermarktungsstruktur", sagt Jürgen Blomenkamp, Deutschland-Chef der Agentur Mediacom.

Ihm ist an einer realistischen Messung des Mediums Internet gelegen. Die neue Web-Währung der Arbeitsgemeinschaft Internet-Research und der Forschungsgruppe "@facts" wird im Sommer 2003 die ersten Daten liefern. Damit sind alle zwölf Internet-Vermarkter unter ein Dach gerückt. Außerdem haben sie sich auf einheitliche Werbemittel-Standards geeinigt. Die Notwendigkeit zu einheitlichen Standards wie in den klassischen Medien wächst.

Die Werbevermarkter der RTL-Senderfamilie und der Kirch-Sender stellen ihren Verkauf auf vernetzte Werbekampagnen um: Bei der Kirch-Tochter Seven One Media soll ab 1. Dezember der Werbeverkauf sowohl für Fernsehen als auch für Internet aus einer Hand abgewickelt werden. Damit tragen sie der Tatsache Rechnung, dass große Markenartikler wie Kraft Foods und Procter & Gamble immer stärker auf das Internet als Werbemedium setzen.

Das Internet hat im Gegensatz zu dem insgesamt schrumpfenden Werbemarkt im ersten Halbjahr als Werbeträger 6 % mehr umgesetzt als im Vorjahr, so das Werbeforschungsinstitut Nielsen Media Research. Der Anteil am gesamten Werbekuchen betrug in den ersten sechs Monaten zwar mit 114 Mill. Euro nur magere 1,3 %, aber der Online-Werbemarkt könnte den Prognosen der Werbegruppe BBDO zufolge im gesamten Jahr um 15 % wachsen.

Quelle: Handelsblatt

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