Internetauftritt finanzieren
Das Netz setzt den Mittelstand unter Zugzwang

Die neue Informationsgesellschaft zeichnet sich durch das Internet und die neuen Informationstechnologien als unverzichtbare Produktionsfaktoren aus. Doch gerade der Mittelstand hinkt mit Engagements nach. Finanzielle Hürden können mit Finanzierungsangeboten überwunden werden.

KÖLN. Der Mittelstand ist im Netz. Doch das ist auch schon alles und viel zu wenig. 94 % der Unternehmen in Deutschland mit zehn bis 500 Mitarbeitern verfügen über einen Internetzugang und sehen damit ihre (lästige) Pflicht erfüllt. Nur 63 % der Unternehmen haben eine eigene Homepage für Werbung, Marketing und Kundenservice. Noch erschreckender: Jedes fünfte Unternehmen glaubt auf seine Homepage verzichten zu können. Und nur 16 % setzen E-Business-Lösungen für Verkauf, Auftragsentwicklung oder Warenwirtschaft ein. Dem deutschen Mittelstand droht schon sehr frühzeitig die Luft im weltweiten E-Marathon auszugehen.

Viele Unternehmer fühlen sich dabei in ihrer ablehnenden Haltung gegenüber dem neuen Medium Internet durch die Dot-com-Pleiten bestätigt. Damit ziehen sie die falschen Schlussfolgerungen. Die New Economy ist nicht am Ende, sondern steht gerade erst am Anfang einer nicht aufzuhaltenden Entwicklung: New und Old Economy verschmelzen zur Real Economy, zur Next Economy.

Unsere neue Informationsgesellschaft zeichnet sich durch das Internet und die neuen Informationstechnologien als neue Produktionsfaktoren aus - die unverzichtbar sind. Das Wachstum der Informations- und Kommunikationsbranche geht unaufhaltsam weiter, ist aber nur die Spitze des Eisbergs. Denn unter der Oberfläche schlummert der größte Brocken: Auch alle anderen Branchen kommen ohne die neuen Technologien nicht aus. Das Internet revolutioniert alle Unternehmensbereiche. Das ist besonders einleuchtend bei der Kommunikation - sei es intern oder extern.

Dabei wird oft ein Kardinalfehler gemacht: Die Pyramide aus Internet, Extranet und Intranet wird nicht zur Kenntnis genommen: Ein Internetauftritt kann immer nur am Ende stehen. Er ist ohne Extranet, das etwa zur Kommunikation mit Zulieferern oder Geschäftspartnern unumgänglich ist, und Intranet, welches für die interne Kommunikation unbedingt erforderlich ist, nichts wert. Zugleich bringen die neuen Technologien auch neue Formen des Unternehmensmanagements, der Produktion und des Marktverhaltens mit sich.

E-Business lautet ein Schlagwort. Dem wird sich der Mittelstand nicht entziehen können. Das gilt sowohl für den B2B- als auch für den B2C-Bereich. Der Aufbau von Einkaufs- oder Warenbezugsportalen setzt die Zulieferer unter Zugzwang. Gehen sie nicht mit ins Netz, verlieren sie Kunden und Aufträge. Auf der anderen Seite gewinnt der Kunde durch die neuen Medien an Bedeutung. Die Transparenz des Marktes stärkt den Käufer, verleiht ihm Bedeutung und Macht im Umgang mit den Verkäufern. Die Kundenbeziehungen werden immer wichtiger, die Kundenbindung nimmt jedoch immer stärker ab. Der Kunde wird endlich zum König.

So stellt sich für die Unternehmen nicht die Frage, ob sie in neue Technologien investieren sollen, sondern wie sie die notwendigen Schritte vornehmen und finanzieren. Nun ist die Kapitalausstattung des Mittelstands in Deutschland nicht so, dass die Investitionen aus der Portokasse bezahlt werden können. Der deutsche Mittelstand ist unterkapitalisiert. Eigenkapitalquoten von unter 15 bis 20 % sind die Regel - nicht die Ausnahme.

Der Aufbau einer eigenen IT-Abteilung oder der Kauf einer IT-Ausstattung ist oft nicht möglich. Andere Wege müssen beschritten werden. Outsourcing bietet sich hier als eine Alternative an. E-Sourcing, der Einkauf von IT als Dienstleistung, wird in Zukunft weiter an Bedeutung gewinnen. Prognosen gehen von riesigen Umsatzsteigerungen aus: Während heute weltweit Umsätze von 6 Mrd. DM getätigt werden, sollen es bis 2003 bis zu 55 Mrd. DM werden.

Doch kaufen ist die eine, mieten ist die andere Möglichkeit. Application Service Providing (ASP) nennt sich der neueste Trend in der IT- Branche, der sich zu einer Goldgrube entwickeln soll. Unterschiedliche Schätzungen versprechen Umsätze im Jahr 2003 zwischen zwei und 35 Mrd. $. Der Erfolg liegt in der Einfachheit des Systems begründet: Der Kunde mietet Programme statt teure Lizenzen zu kaufen. Er zahlt nur für die Dauer und Intensität der Nutzung einer Anwendung, nicht aber für die Software selbst. Die Kosten sind für das Unternehmen leicht zu kalkulieren, da der Mietpreis fest vereinbart ist. Auch die Aufrüstung von Hard- und Software ist im Preis enthalten. Der Provider selbst zieht einen größeren finanziellen Gewinn, wenn er seine Anwendungen an mehrere Kunden zugleich vermietet.

Noch einen Schritt weiter in der alternativen Finanzierung von Investitionen im IT-Bereich geht das Leasing. Hier bietet beispielsweise die ABC WebSite AG-Leasing die Finanzierung des Internetauftritts für Unternehmen durch feste Leasingraten an. Als elektronische Visitenkarte handelt es sich beim Webauftritt um eine individuell zu erstellende Dienstleistung, die nicht von der Stange gekauft werden kann. Unternehmen, die das Internet als Transaktionsplattform bereits nutzen oder nutzen wollen, können durch diese Art der Finanzierung ihre Liquidität schonen und die Beträge für notwendige Investitionen bereit stellen. Die Finanzierung fängt beim herkömmlichen Internetauftritt mit einer finanziellen Untergrenze bei 10 000 DM an und endet bei komplexen Warenwirtschaftssystemen mit sechs- und siebenstelligen Beträgen.

Um das Angebot für die Unternehmen so attraktiv und einfach wie möglich zu gestalten ist die Zusammenarbeit mit Werbe-, Multimedia- und Internet-Agenturen, Systemhäusern, Internet-Full-Service- Anbietern und Telekommunikationsunternehmen erforderlich. So können dem Kunden Gestaltung und Finanzierung als Komplettpaket angeboten werden. Während die Leasinggesellschaft für die Finanzierung des Webauftritts zuständig ist, sorgt die Partneragentur für die Umsetzung des Auftritts.

Cross-Selling-Effekte sind die Folge: Durch die Finanzierung des Internetauftritts per Leasing können Agenturen Unternehmen als neue Kunden gewinnen, die sich bislang eine eigene Webseite nicht leisten konnten. Ferner wird die Liquidität des Kunden geschont. Komfortable Internetlösungen mit Shopsystemen lassen sich leichter verkaufen. Positiver Nebeneffekt: Durch die klassische Dreiecksbeziehung im Leasinggeschäft zwischen Leasingnehmer, Lieferant und Leasinggeber ergibt sich für die Agentur eine Bindung des Kunden, die Geschäftsbeziehung ist auf Dauer angelegt.

Mit einem überschaubaren monatlichen Budget ist der Mittelständler dann im Web. Im Internet ist unter www.websitelease.de eine Maske hinterlegt, in der der Kunde sein individuelles Finanzierungsangebot abrufen kann. Eine Besonderheit ist dabei die Technikoption ReInvestLease, die speziell auf die Bedürfnisse eines Internetauftritts von Unternehmen zugeschnitten ist, der ständige Anpassungen, Aufrüstungen und Verbesserungen notwendig macht. Mit dieser Option sichert sich der Kunde weitere regelmäßige Investitionen ohne das Nachverhandlungen notwendig wären. So kann der Internet-Auftritt ständig aktualisiert werden.

Die Investitionen werden durch schon gezahlte Leasingraten finanziert. Die Höhe der monatlichen Leasingraten bleibt unverändert, nur die Laufzeit der Verträge verlängert sich. Ist der ursprüngliche Leasingvertrag abgelaufen, kann der Kunde seinen Internetauftritt zurück geben. Will er ihn weiter behalten, kann er ihn als eine Möglichkeit kaufen oder er verlängert einfach den Leasingvertrag. Die Raten fallen dann geringer aus, da eine Amortisation schon stattgefunden hat.

Oftmals verfügen gerade innovative Unternehmen nicht über das notwendige Eigenkapital, um ihre Investitionen finanzieren zu können. Und wegen fehlender Sicherheiten stoßen die Unternehmen bei den Banken sehr häufig auf Ablehnung, wenn sie sich um Kreditmittel bemühen. Diese Situation wird sich durch die neuen Eigenkapitalrichtlinien (Basel II) noch verschärfen. Deshalb wird Leasing in Zukunft für mittelständische Unternehmen als alternative Finanzierung weiter an Bedeutung gewinnen. Dies wird nicht nur für die Investitionen in den Bereichen IT, Internet und E-Commerce gelten.

Der Autor ist Mitglied der Geschäftsleitung von ABC Leasing und ABC WebSiteLease, Köln.

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