Internetunternehmen hatte falsche Erwartungen geweckt
Web.de muss Ad-hoc-Angaben korrigieren

Das Internetportal Web.de hat seine Ad-hoc-Mitteilung vom Montag korrigiert. Das Unternehmen hatte behauptet, eine eigene Ortskennzahl erhalten zu haben. Tatsächlich handelte es sich lediglich um eine Nummer für innovative Dienste.

jgo DÜSSELDORF. Die an für sich wenig spektakuläre Information hatte dank der griffigen Forumulierung zu einem deutlichen Kursgewinn geführt. Nach Handelsblatt.com hatte auch das Manager Magazin den Fall aufgegriffen und mit einer Pressemitteilung auf die fragwürdige ad-hoc-Mitteilung hingewiesen.

Heute trat Web.de den Rückzug an. Das Unternehmen bedaure, dass die Meldung "zu begrifflichen Irritationen" geführt habe, hieß es. In der neuen Mitteilung ist von einer Ortskennzahl keine Rede mehr. So heißt es jetzt darin: "Die Web.de AG hat im Rahmen der Zuteilung auf Grundlage vor 'vorläufigen Regeln für die Zuteilung von Rufnummern für innovative Dienste' unterhalb der Dienstekennung (0)12 die Diensteanbieterkennung zwölf erhalten". Zugleich verteidigte das Portal erneut die Mitteilung, da das Geschäftsmodell der Web.de durch die Zuteilung der Nummer 01212 langfristig auf eine breitere Basis gestellt werde.

Eine Sprecherin des Bundesaufsichtsamtes bekräftigte heute, die Behörde überprüfe die ursprüngliche Mitteilung auf Übereinstimmung mit den gesetzlichen Vorgaben. Laut Gesetz muss eine Ad-hoc-Mitteilung neue Tatsachen enthalten, die nicht irreführen dargestellt werden dürfen.

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