Internetwerbung
Die Werbe-Chirurgen von Google

Das Geschäft mit der Online-Werbung ist hart. Die Klickraten für Bannerwerbung waren Anfang 2007 in Europa auf dem tiefsten Stand seit 2004. Gerade mal zwei von tausend Surfern reagieren im Schnitt überhaupt noch auf Werbeanzeigen. Da kann jede Optimierung helfen. Besserung verspricht Google: Mit dem Adense-Werbeprogramm sollen Online-Firmen mehr Geld verdienen können.

KÖLN. Die Klimaanlage müht sich redlich, aber erfolglos. Die Luft ist stickig im überfüllten Konferenzraum des Kölner Holiday Inn, geöffnete Fenster bringen an diesem schwül verregneten Donnerstagmorgen kaum Erleichterung. Doch das stört die rund 150 Zuhörer, die teils auf dem Boden sitzen, nicht sonderlich. Sie wollen nur eins: erfahren, wie sie mit dem Google-Werbeprogramm Adsense Geld verdienen können.

Das Programm funktioniert so: Kunden stellen Google ihre Webseiten zur Verfügung - für Text-, Banner- oder Videoanzeigen. Google beschafft und platziert dort Werbung, die auf den Inhalt der Website abgestimmt ist. Wenn sie angeklickt wird, bekommen die Adsense-Kunden von Google Provisionen ausgezahlt.

Auch Lutz Röllig, Chef der Preisvergleichsseite Dooyoo, ist auf der "Adsense Roadshow". Er ist Kunde bei einem anderen Werbevermarkter, sagt er und steckt zwei bunte Legosteine - ein Erkennungszeichen von Google - zusammen, die überall auf den Tischen liegen. Man müsse sich aber regelmäßig umsehen, "ob es nicht was Besseres gibt".

Denn das Geschäft ist hart. Klickraten für Bannerwerbung waren Anfang 2007 laut Dirk Freytag vom Werbedienstleister Adtech in Europa auf dem tiefsten Stand seit 2004.

Geschichten wie die von Carsten Grentrup, Gründer von "abnehmen.com", hören in Köln an diesem Morgen alle nur zu gern. 2002 begannen dem damaligen Hobby-Unternehmer die Kosten für die Webseite davonzulaufen, 2003 probierte er Adsense und hatte "schon im ersten Monat ein paar tausend Dollar". "Ich konnte es selber nicht glauben", ergänzt er fast entschuldigend, sonst halten ihn die Zuhörer noch für einen Google-Promoter. "Aber ohne Adsense gäbe es uns gar nicht mehr, das muss man mal sagen dürfen."

Die Zuhörer wollen Tipps, befragen Experten wie Sascha Hotte von "netzwelt.de" oder Bernhard Finkenbeiner von "frag-mutti.de". Welche Banner sollten wo stehen? Wo muss der "Skyscraper" platziert werden? Wann wird das breite "Leaderboard-Format" als störend empfunden, und warum und wo sollten Blöcke mit Textanzeigen möglichst ohne Rahmen eingestellt werden?

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