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Internetwerte unter Druck

Die New Yorker Indizes haben einheitlich in der Verlustzone eröffnet. Sorgenkinder sind am Morgen die Internetwerte. Internet Capital Group setzt den gesamten Sektor unter Druck.

Das Internet Venture Unternehmen will 35 Prozent der gesamten Belegschaft abbauen. Internet Capital Group hat nach eigenen Angaben Absatzprobleme, da das Interesse von Investoren an Internetunternehmen nachlasse. Gestern nach Handelsschluss meldete das Unternehmen Quartalszahlen. Die Verluste wurden von sieben Cents im Vorjahr auf 94 Cents vergrößert. Seit März ist es der Internet Capital Group nicht mehr gelungen, ein betreutes Unternehmen an die Börse zu bringen. Internet Capital Group startet am Morgen mit über 36 Prozent Verlust einen Sturzflug in die Tiefe. Abwärts geht es auch für DoubleClick und Media Inc., zwei andere Internet-Werbeagenturen.



Als Dow Jones Verlierer eröffnet IBM. Der Firmenchef Lou Gerstner hat sich auf einer Konferenz in New York über die Ziele für die kommenden Jahre geäußert. Investoren sollten nicht mit jährlichen Wachstumsraten von 20 Prozent oder mehr rechnen. IBM werde nicht die Absatzzahlen aggressiv steigern, sondern Gewinnwachstum und Cash Flow in den Vordergrund stellen, um Investitionen in notwendige Geschäftsfelder tätigen zu können.



Unbeliebt sind am Morgen auch die Finanzwerte. Gestern geriet der Investmentbanken-Sektor unter Druck geraten, nachdem Bear Stearns das Brokerhaus Morgan Stanley herunter gestuft hatte.



Um Bear Stearns ranken sich Übernahmefantasien. Wie die Financial Times in ihrer Internetausgabe meldet, hat Lehman Brothers Interesse an der Investmentbank bekundet. Die Pläne befinden sich dem Artikel zufolge noch in einem frühen Stadium. Die Sprecher von Lehman Brothers und Bear Stearns haben bislang keinen Kommentar zu den Spekulationen abgegeben.



Walt Disney

und The Gap haben Quartalszahlen gemeldet. Der weltweit zweitgrößte Medienkonzern Walt Disney hat im vierten Quartal einen Gewinn in Höhe von 167 Millionen Dollar oder elf Cents pro Aktie erzielt. Der Umsatz wurde von 5,78 Milliarden Dollar im Vorjahr auf 6,12 Milliarden Dollar gesteigert. Als Quotenbringer hat sich erneut die Gameshow "Who Wants to Be a Millionaire" des Disney Fernsehsenders ABC erwiesen. Allerdings sind die Einschaltquoten leicht gesunken. Merrill Lynch reduziert die Bewertung für Disney am Morgen. Das Brokerhaus befürchtet, das Wachstum in den Werbeinnahmen könnte sinken.



The Gap eröffnet um vier Prozent schwächer. Der Gewinn der größten US-Bekleidungskette ist im dritten Quartal gegenüber dem Vorjahr um 41 Prozent gefallen. Mit 186,3 Millionen Dollar oder 21 Cents pro Aktie wurden die durchschnittlichen Erwartungen erfüllt. Allerdings waren die Schätzungen im August von 41 Cents pro Aktie reduziert worden. Der Umsatz wurde um zwölf Prozent auf 3,41 Milliarden Dollar gesteigert.



Der Produzentenpreis-Index ist um 0,4 Prozent gestiegen. Zurückzuführen ist der Anstieg auf höhere Ölpreise, denn die um die volatilen Bereiche Lebensmittel und Energie bereinigte Kernrate ist um 0,1 Prozent gesunken. Ein steigender Index deutet auf eine Inflationsgefahr.

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