Internetzugang und internet-fähige Mobiltelefone nicht benötigt
NTT-Töchter bringen "i-mode"-Variante für Festnetztelefone

Die Nippon Telegraph & Telephone Corp, NTT East Corp und NTT West Corp, haben bei der japanischen Regierung um die Erlaubnis für "L-mode", die Festnetzversion des populären Internetdienstes "i-mode" für Mobiltelefone, beantragt. Die Nachfrage der Konsumenten ist groß

vwd TOKIO. Wie die Schwesterunternehmen am Donnerstag mitteilten, wird die Regierung das Ansuchen der Regulierungsbehörde vorlegen, die am Freitag zusammen kommt. Der Dienst ist den weiteren Angaben zufolge für Besitzer von Festnetztelefonen gedacht, die weder über einen Personal Computer noch über Internet-fähige Mobiltelefone verfügen. Die Nachfrage der Konsumenten nach einem solchen Angebot sei sehr groß.

Wie "i-mode" soll auch "L-mode" eine Vielzahl von Dienstleistungen bieten - von Einkaufsinformationen über Banktransaktionen bis hin zu E-Mail-Diensten. Der Dienst soll nach Einwilligung der zuständigen Behörden umgehend angeboten werden. Nach Angaben eines Sprechers von NTT East haben bereits mehr als 300 Unternehmen Interesse an der Bereitstellung von Inhalten für das neue Produkt bekundet. Die beiden NTT-Töchter wollen mehr als 1 000 Webseiten in den "L-mode"-Dienst einbinden. Abonnenten wird "L-mode" eine Monatsgebühr von 240 Yen kosten. Damit sind der E-Mail-Dienst und das Roaming sowie Gebühren an Drittunternehmen für Internetzugangskosten abgedeckt. Insgesamt solle das neue Angebot aber nicht mehr als 300 Yen monatlich kosten, bekräftigte der Sprecher.

Für den neuen Dienst werden die NTT-Regionaltöchter die Kommunikationsnetze anderer Unternehmen zwischen den verschiedenen Präfekturen nutzen. Neben den Monatsgebühren müssen "L-mode"-Abonnenten Gebühren dafür entrichten, dass sie ständig online bleiben. Nutzer in Tokio müssten beispielsweise mit 9,0 Yen für ein dreiminütiges Gespräch rechnen, hieß es. Die NTT-Töchter wollen gemeinsam mit japanischen Herstellern Telefone entwickeln, die speziell auf die Nutzung von "L-mode" zugeschnitten sind. Auch Faxgeräte und öffentliche Fernsprecher sollen für den neuen Dienst aufgerüstet werden.

"Wir rechnen damit, dass anfänglich fünf Hersteller entsprechende neue Telefonmodelle auf den Markt bringen werden. Diese dürften rund 5 000 Yen kosten. Faxgeräte dürften auf 50 000 bis 60 000 Yen kommen", sagte ein Vertreter von NTT East. Beide Unternehmen wollen nach eigenen Angaben fünf bis zehn Mrd Yen in die Entwicklung von "L-mode" stecken. Sie wollen schon im ersten Jahr 1,5 Millionen bis 2,0 Millionen Japaner von dem neuen Service überzeugen.



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