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Intershop-Ertragswende im zweiten Halbjahr - Verkauf möglich

(dpa-AFX) Jena - Der Vorstand des Jenaer Software-Anbieters Intershop < Ish1.ETR > rechnet nach drastischem Sparkurs mit der Ertragswende im zweiten Halbjahr und schließt einen Verkauf der Firma nicht aus. Trotz Fortschritten bei der Verlustbegrenzung und Umsatzzuwachs im zweiten Quartal bleibt die Finanzlage des einstigen Aushängeschilds der ostdeutschen Internet-Wirtschaft angespannt.

(dpa-AFX) Jena - Der Vorstand des Jenaer Software-Anbieters Intershop < Ish1.ETR > rechnet nach drastischem Sparkurs mit der Ertragswende im zweiten Halbjahr und schließt einen Verkauf der Firma nicht aus. Trotz Fortschritten bei der Verlustbegrenzung und Umsatzzuwachs im zweiten Quartal bleibt die Finanzlage des einstigen Aushängeschilds der ostdeutschen Internet-Wirtschaft angespannt.

Die frei verfügbaren liquiden Mittel halbierten sich nach Intershop-Angaben von Freitag bis Ende Juni auf nur noch 2,3 Millionen Euro. Bekräftigt wurde das Ziel, 2004 erstmals ein ausgeglichenes Nettoergebnis zu erwirtschaften. Die Aktie der Intershop Communications AG verlor bis zum Nachmittag 2,67 Prozent auf 1,46 Euro.

Geldgeber Gesucht

Intershop ist nach Aussage von Vorstandschef Jürgen Schöttler weiter auf der Suche nach Geldgebern. Schöttler schloss auch den Verkauf an ein anderes Unternehmen nicht aus, um die Kapitalbasis zu verbessern. "Eine Übernahme ist eine Möglichkeit", sagte er der dpa. "Wir bewegen uns finanziell am Limit." Das kurzfristige Erreichen eines Nettoergebnisses im schwarzen Bereich sei für den Fortbestand unabdingbar. Spekulationen über die Überlebensfähigkeit erschweren den Verkauf der von Fachleuten gut bewerteten Software, mit der Firmen ihren Ein- und Verkauf über das Internet abwickeln können.

Im Vergleich zum schwachen ersten Quartal stieg der Umsatz des börsennotierten Unternehmens um zwölf Prozent auf 4,9 Millionen Euro. Ein Jahr zuvor betrugen die Erlöse noch 5,6 Millionen Euro. Der Nettoverlust wurde im Vergleich zum zweiten Quartal 2003 von 6,6 Millionen Euro auf nur noch 100 000 Euro verringert. Seine Gesamtliquidität gab Intershop mit 8,4 Millionen Euro an. Der Gesamtumsatz seit Jahresbeginn lag mit 9,4 Millionen Euro etwa ein Viertel niedriger als im Vorjahreszeitraum.

Das 1992 gegründete Unternehmen beschäftigt 235 Mitarbeiter. In der Hochzeit waren es etwa 1.000.

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