Intershop im Fokus
Deutsche Aktienmärkte freundlich erwartet

Am vorletzten Handelstag des Jahres 2001 werden die deutschen Aktienmärkte Händlern zufolge wegen der guten Vorgaben von den US-Märkten mit Kursaufschlägen eröffnen. "Nachrichtenlos werden wir ein wenig an Wert gewinnen. Aber nach den Feiertagen wird hier immer noch nicht viel los sein", sagte ein Aktienhändler mit Blick auf die erwarteten Umsätze. Von den Dax-Unternehmen gebe es keinerlei Neuigkeiten. Im Mittelpunkt des Handels könnten im M-Dax Altana und am Neuen Markt Intershop stehen.

Reuters FRANKFURT. Der Dax wird nach der vorbörslichen Berechnung des Handelshauses Lang & Schwarz mit 5057 Punkten in den Handel starten. Die Citibank sieht den Dax vorbörslich bei 5061 Zählern. Am vergangenen Freitag, dem letzten Handelstag vor Weihnachten, hatten die deutschen Standardwerte 1,72 % zugelegt und bei 5019 Punkten geschlossen. Der Neue Markt, dessen Auswahlindex zuletzt 2,02 % nachgegeben hatte, wird Händlern zufolge rund zwei Prozent fester in die Sitzung starten.

Die US-Börsen hatten am Mittwoch freundlich geschlossen, was Händler auf ein besser als erwartetes Weihnachtsgeschäft und neue Hoffnungen auf eine baldige Konjunkturerholung zurückführten. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss 0,53 % und die Technologiebörse Nasdaq 0,83 % fester.

Der US-Konzern Liberty Media macht nach einem Zeitungsbericht bei seinem geplanten Einstieg in das Kabelfernsehen in Deutschland keine Zugeständnisse an das Bund. Liberty Media will für 5,5 Mrd. Euro den Großteil der TV-Kabelnetze der Deutschen Telekom übernehmen. "Wenn es stimmt, wäre das schlecht für die Telekom. Ich sehe aber keinen Druck auf der Aktie", sagte ein Börsianer.

Das M-Dax-Schwergewicht Altana bekräftigte, auch 2002 einen zweistelligen Zuwachs beim Ergebnis und beim Umsatz zu erwarten. Außer wolle der Pharmakonzern 800 neue Arbeitsplätze schaffen, sagte Firmenchef Nikolaus Schweickart dem "Handelsblatt".

Der am Neuen Markt gelistete Softwareanbieter Intershop rechnet für 2002 mit einem geringeren Umsatz als 2001. Das hatte das Unternehmen in der Nacht auf Samstag bekannt gegeben, ohne konkrete Zahlen zu nennen. Intershop hatte zudem mitgeteilt, die Kosten im laufenden Quartal seien geringer als erwartet. Im vorbörslichen Handel verlor das Papier rund sieben Prozent.

Am Donnerstag treten zudem die bereits Anfang November von der Deutschen Börse beschlossenen Index-Veränderungen im M-Dax und Nemax 50 in Kraft. Demnach rücken Plambeck Neue Energien, Dialog Semiconductor und Rhein Biotech in den Nemax 50 auf. Sie ersetzten die bisherigen Blue Chips Biodata, Constantin Film und Fantastic. Neu in den M-Dax werden Gildemeister , Loewe und Zapf Creation aufgenommen. Dafür fallen aus Gründen eines zu geringen Streubesitzes die Papiere der Bankgesellschaft Berlin, der Bewag und der FAG Kugelfischer heraus. Händler sagten, die Indexanpassung dürfte bereits in den Kursen enthalten sein.

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