Intershop-Kurs rutscht wieder ab
Neuer Markt bleibt im Tief

Letsbuyit.com, EM.TV, Intershop und T-Online belasten den Index für Wachstumswerte.

dpa-afx FRANKFURT. Die Wachstumswerte am Frankfurter Neuen Markt kommen am Montag nicht aus ihrem Tief heraus. Bis um 12.35 Uhr verlor der Nemax 50 1,57  auf 2.769,92 Punkte. Der alle Werte umfassende Nemax All-Share büßte 0,87 Prozent auf 2.804,30 Zähler ein. Bislang waren die Umsätze jedoch vergleichsweise niedrig. Marktbeobachter sprachen von einem bisher recht ruhigen Tag, was mit den chaotischen Straßenverhältnissen rund um Frankfurt begründet wurde. Viele Pendler und damit auch viele Börsianer standen bis zum Mittag immer noch im Stau.

Einen traurigen Rekord erzielte am frühen Vormittag der Online-Händler Letsbuyit.com . Die Aktie verlor 35,71 Prozent und fiel auf 0,18 Euro. Noch nie war bislang ein Wert am Neuen Markt unter die 0,20 Euro-Marke gefallen. Vor allem Altaktionäre trennen sich nach Händlermeinung derzeit von dem Pennystock. An diesem Montag war für sie die so genannte Lock-Up-Frist abgelaufen, die zuvor einen Verkauf verbot. Bis Mittwoch läuft für Letsbuyit.com noch die von einem Gericht erlassene Gnadenfrist. Hat das Unternehmen bis dahin nicht mindestens 4 Mio. Euro beschafft, ist der Konkurs wohl nicht mehr abzuwenden.

EM.TV ist Dauerthema

Ein weiteres Dauerthema, das seit Wochen den Markt beschäftigt, ist EM.TV . Die Aktie des angeschlagenen Münchner Filmlizenzhändlers stieg um 6,92 Prozent auf 8,34 Euro an. Am Freitag war erstmals berichtet worden, dass außer der Kirch-Gruppe ein Unternehmenskonsortium an einem Einstieg interessiert sei. Die Verhandlungen zwischen Kirch und EM.TV stehen einem Zeitungsbericht zufolge kurz vor der "Eskalation". Zudem wehre sich der Medienunternehmen Herbert Kloiber gegen einen Einstieg der Kirch-Gruppe. EM.TV ist mit 45 Prozent an Kloibers Tele-München Gruppe beteiligt, dieser Anteil soll nach dem Einstieg Kirchs bei EM.TV wieder zurück gegeben werden. Angeblich soll Kloiber Schwierigkeiten haben, diesen Rückkauf zu finanzieren. Derweil rät das Bankhaus Merck Finck und Co Kleinanlegern von einem Investment in EM.TV-Aktien ab. Die Anleger sollten erst einmal abwarten, in welcher Form aus den derzeitigen Verhandlungen eine "neue EM.TV" entstehen werde.

Nachdem Intershop in den vergangenen Handelstagen von Gerüchten, wonach das Walldorfer Softwarehaus SAP das Jenaer Unternehmen übernehmen wolle, profitiert hatte, rutschte am Montag der Kurs um 2,91 Prozent auf 13,67 Euro ab. Im frühen Handel hatte der Wert aber noch mal zugelegt und war auf 15,40 Euro geklettert. Händlern zufolge handele es sich um Gewinnmitnahmen. Weiterhin auf Talfahrt an diesem Montag ist T-Online , der Wert büßte 5,35 Prozent auf 15,05 Euro ein. Marktgerüchte, wonach die Telekom-Tochter am Mittwoch einen deutlichen Verlust für das abgelaufene Geschäftsjahr ausweisen werde, drückten den Kurs. Einen Bericht der "Platow-Börse" zufolge soll der Internet-Dienstleister SinnerSchrader am Dienstag gute Quartalszahlen vorlegen, vor allem der Umsatz soll deutlich gestiegen sein. Der Kurs legte daraufhin ebenfalls zu und stieg um 7,10 Prozent auf 16,60 Euro. SinnerSchrader wollte den Bericht jedoch nicht kommentieren.

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