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Intershop sucht mit Partnerschaften Weg aus der Krise

Intershop hatte am Mittwoch für das zweite Quartal erneut tiefrote Zahlen vorgelegt. Der Verlust verringerte sich im Vergleich zum Vorquartal um 6,3 Mill. Euro auf 28,3 Mill. Euro. Er lag damit über den Umsätzen von 22 Mill. Euro nach 20,3 Mil. Euro in den ersten drei Monaten.

dpa-afx FRANKFURT. Das Software-Unternehmen Intershop will mit mehr Lizenzeinnahmen und stärkeren Partnerschaften mit anderen IT-Unternehmen den Weg aus der Krise schaffen. "Das sind zwei wichtige Erfolgsrezepte, neben der Consultant-Marge und Kosteneinsparungen", sagte Firmengründer und Vorstandschef Stephan Schambach. Der Vorstand sehe zwar Fortschritte durch das Kostensenkungsprogramm, das im Januar nach dem Desaster im US-Geschäft gestartet wurde. Er dämpfte aber die Erwartungen für das laufende Jahr.

An seinem Ziel, im vierten Quartal auf Ebitda-Basis (vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen) schwarze Zahlen zu schreiben, hält das Unternehmen fest. Für das Erreichen der Gewinnschwelle brauche Intershop jedoch 30 bis 40 Mill. Euro, räumte Schambach ein.

Partnerschaft mit Hewelett-Packard erfolgreich

Allein die Partnerschaft mit dem US-Computerriesen Hewlett-Packard (HP) seit Frühjahr vergangenen Jahres habe Intershop ein Lizenzvolumen von 7 Mill. Euro eingebracht. Dabei führe HP etwa Intershop-Produkte auf seiner Preisliste, und HP-Mitarbeiter erhielten für verkaufte Software der Jenaer Provisionen, erläuterte Schambach. "Wir haben über HP auch eine gute Pipeline in den USA", sagte er, ohne Details zu nennen.

Der Anstieg des Lizenzumsatzes sei ein wesentliches Ziel auf dem Weg zurück in die Gewinnzone. "Jede Mark beim Lizenzumsatz ist reiner Gewinn, denn die Fixkosten für die Software-Entwickler haben wir sowieso", sagte der Intershop-Chef. Die Marge schwanke zwischen 85 und 95 Prozent, und Intershop verfüge über ein großes Potenzial für weitere Lizenzen sowohl innerhalb des bestehenden Kundenstammes als auch bei Neukunden.

Allerdings sei der Lizenzumsatz in Zeiten gedämpfter Konjunkturaussichten auch besonders schnell betroffen, meinte Schambach. Unter Preisdruck angesichts des sich verschärfenden wirtschaftlichen Umfelds leide Intershop aber nicht, betonte er. "Das ist nie ein Problem gewesen."

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