Intershop vor Zahlen stabil
US-Vorgaben stützen Neuen Markt

Die guten US-Vorgaben vom vergangenen Freitag haben Händlern zufolge am Frankfurter Neuen Markt gelistete Aktien am Montag gestützt. Bei fehlenden eigenen Impulsen vollziehe der Neue Markt lediglich die Entwicklung der US-Technologiebörse Nasdaq vom Wochenschluss nach, hieß es.

Reuters FRANKFURT. Allerdings verlaufe der Handel angesichts des närrischen Treibens am Rosenmontag bei geringen Umsätzen sehr ruhig. Die Aktien von Intershop schwankten vor Veröffentlichung der Geschäftszahlen an diesem Dienstag stark. Deutlich zulegen konnten unterdessen die Titel von Adva.

Der Auswahlindex Nemax 50 lag am Mittag 2,83 % im Plus bei 1 077 Zählern. Der Nemax All Share gewann 2,19 % auf 1 042 Punkte. Der Nasdaq -Index hatte am Freitag 2,06 % fester bei 1 818,88 Punkten geschlossen, nachdem er bei Börsenschluss in Deutschland noch knapp im Minus gelegen hatte.

Gegen Mittag lagen die Aktien des Software-Herstellers Intershop leicht mit 0,65 % im Plus bei 1,55 ?, nachdem sie zuvor um bis zu 1,95 % nachgegeben hatten. Befragte Analysten rechnen für das vierte Quartal im Durchschnitt mit einer Verringerung des Verlustes je Aktie auf 0,16 von 0,38 ? im Jahresvergleich. Für das Gesamtjahr sagten sie allerdings eine Ausweitung des Fehlbetrages auf 1,40 von 0,47 ? je Aktie voraus.

Das am Freitag bekannt gegebene Ausscheiden von Wilfried Beeck aus seiner Position als Chief Operating Officer (COO) beurteilten Börsianer unterschiedlich. Während einige diese Nachricht als Maßnahme zur Kosteneinsparung und zur Straffung der Unternehmensführung begrüßten, beurteilten andere sie mit Blick auf die bevorstehende Veröffentlichung der Geschäftszahlen als negativ. Dem Unternehmen zufolge erfolgte das Ausscheiden Beecks im gegenseitigen Einvernehmen und vor dem Hintergrund von Kostenreduzierungen. "Man kann ja nicht nur unten sparen", sagte ein Sprecher mit Blick auf die Einschnitte und Entlassungen im Unternehmen. Beeck bleibe aber als Berater und Großaktionär verbunden.

EM.TV stark unter Druck

Einer der größten Gewinner im Nemax 50 waren indes Adva , deren Aktien sich bei hohen Umsätzen um 8,71 % auf 4,37 ? verteuerten. Händler führten dies auf Käufe spekulativ und kurzfristig orientierter Anleger zurück. Der Kursanstieg beim Hersteller für Glasfaserkabel sei die Reaktion auf die starken Verluste der vergangenen Wochen einerseits und den optimistischen Ausblick des US-Konkurrenten Corning andererseits. Corning hatte am Freitag mitgeteilt, im laufenden Quartal werde voraussichtlich die Talsohle der Geschäftsentwicklung erreicht.

Starke Verluste verbuchten unterdessen EM.TV , deren Aktien sich um rund 3 % auf 1,90 ? verbilligten. EM.TV-Chef Werner Klatten hatte in einem Interview am Wochenende gesagt, das Unternehmen müsse seinen 16,7-prozentigen Anteil an der Formel 1 rasch an die hoch verschuldete Kirch-Gruppe abgeben. Dieses EM.TV-Beteiligungspaket sei bei Kirchs Gläubigerbanken als Sicherheit hinterlegt worden und könne daher nur an die Kirch-Gruppe verkauft werden. Bei einer Insolvenz des Medienkonzerns werde es für EM.TV wertlos, sagte Klatten weiter. EM.TV und Kirch verhandeln seit Monaten um die Übernahme des Formel-1-Paketes.

Die Titel von Lion Bioscience gaben indes gut ein Prozent auf 13,75 ? ab. Zuvor hatte die Investmentbank UBS Warburg die Aktien auf "Hold" von "Buy" heruntergestuft.

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