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Intershop wagt Neustart in den USA

Der angeschlagene Softwareanbieter Intershop Communications will sein Amerika-Geschäft mit Hilfe eines neuen Chefs stärken.

Reuters/dpa JENA. Gary DiOrio werde als neuer Präsident für Amerika künftig für die Umsetzung der Geschäftsstrategie sowie das weitere Wachstum und die Profitabilität von Intershop auf dem nordamerikanischen Markt zuständig sein, teilte das im Auswahlindex des Neuen Marktes Nemax50 gelistete Unternehmen am Mittwoch mit. DiOrio habe zuvor das Nordamerika-Geschäft des SAP-Integrators Plaut geleitet.

"Garys Ernennung bestätigt unser starkes Engagement in den USA", teilte Intershop-Vorstandschef Stephan Schambach mit. Der neue Mann verfüge über eine Reihe von Erfahrungen in dieser Region. Der bisherige Präsident für Nordamerika, Ray Schaaf, werde künftig für Intershops Geschäftsentwicklung im Raum Asia Pacific verantwortlich sein.

Intershop hatte Anfang vergangenen Jahres vor allem wegen eines rapiden Einbruchs im US-Markt seine Umsatz und Ergebnisprognose für das vierte Quartal 2000 gesenkt und mit einem weltweiten Umstrukturierungsprogramm auf die schwache Konjunktur reagiert. Als kurzfristige Maßnahme wurden 30 Prozent des Personalbestandes in der US-Organisation abgebaut. Um das Amerika-Geschäft zu stärken, investierte Intershop in Vertriebspartnerschaften und konzentrierte sich auf das Business-to-Business-Geschäft. Weltweit legte der Softwareanbieter Unternehmensfunktionen zusammen und baute Stellen ab.

Erst im Juni dieses Jahres hatte Schambach bekräftigt, Intershop wolle sich nicht vom amerikanischen Markt zurückziehen. Auch das Listing der Interhop-Aktie an der US-Technologiebörse Nasdaq stehe nicht zur Disposition. Aktionäre warfen Intershop wiederholt vor, die Chance des elektronischen Handels im Internet in der Vergangenheit überschätzt und vor allem in den USA zu stark expandiert zu haben.

Am Mittag lag die Intershop-Aktie in einem nahezu unveränderten Gesamtmarkt mit 31,82 Prozent im Plus bei 0,58 Euro.

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