Interventionsgerüchte
Euro gewinnt im New Yorker Handel an Boden

dpa-afx NEW YORK. Die europäische Gemeinschaftswährung hat sich im späten New Yorker Handel deutlich vom morgendlichen Allzeittief entfernt. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs auf 0,8252 (Mittwoch: 0,8307) $ fest. Dies ist der niedrigste Referenzkurs in der Geschichte der Gemeinschaftswährung. Im frühen europäischen Handel war die Einheitswährung zeitweise bis 0,8228 USD gefallen. Ein $ kostete damit 2,3771 DM. Im New Yorker Handel stieg der Euro wieder an und kostete gegen 22.00 Uhr 0,8294 $. Zwischenzeitilich übersprang er wieder die 83-Cent-Marke. Ein $ kostete damit 2,3582.

Die erneuten Tiefststände am Morgen führten Händler auf das Aubleiben von koordinierten Interventionen der Notenbanken zugunsten des Euro zurück. Eine Reihe von Währungsanalysten hatten erwartet, dass die EZB das G20-Treffen der weltweit wichtigsen Industrie- und Schwellenländer für einen Geldmarkteingriff nutzen werde. Nach Ansicht von Experten sei dies der richtige Zeitpunkt für eine konzentrierte Aktion gewesen.

Die Erholung des Euro im späten Geschäft führten Händler indes auf die Sorge zurück, dass die EZB wider erwarten und überraschenderweise doch zu Gunsten der Gemeinschaftswährung intervenieren könnte. Paradoxerweise hätten die Erwartung des Marktes die obersten Währungshüter davon abgehalten einzugreifen, erläuterte ein Währungsstratege. Eine Intervention würde nur dann ihre volle Wirkung entfalten, wenn niemand damit rechne. Daher sei der heutige oder morgige Tag ein viel besserer Termin für einen Geldmarkteingriff. Der Markt erwarte zwar immer noch, dass die Notenbank den Euro unterstützen werde - ein konkreter Termin sei nun aber nicht länger vorhanden. Daher würde jede Aktion den Markt überraschen. Vor allem die Reden von EZB-Präsident Duisenberg.

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