Interview
BMW-Motorsportchef: „Wir sind objektiv besser“

BMW-Motorsport-Direktor Mario Theissen über Synergien durch die Formel 1 und den neuen Motor FW 26.

Weekend Journal: Zwei automobile Großereignisse stehen am Wochenende an. Zum einen startet die Formel 1 in die neue Saison, zum anderen werden in Genf die neuesten PKW präsentiert. Wo sehen Sie die Schnittmenge zwischen Formel-1-Parcour und Autobahn?

Theissen: Eine Schnittmenge zwischen Genf und Melbourne ist in der Tat vorhanden: durch Technologietransfer. Synergien zwischen Formel 1 und Serie stellen sich natürlich nicht automatisch ein, doch wenn man es gezielt darauf anlegt, kann man sehr starke Synergien erzielen.

Wie hat das bei BMW funktioniert?

Das war für uns auch eine Vorgabe, als der Vorstand von BMW 1997 das Formel-1-Engagement beschlossen hat. Mit diesem Engagement sollte ganz klar ein Technologietransfer zwischen Formel 1 und Serie stattfinden. Wir haben daher die Formel-1-Fabrik in München gebaut und eng mit dem Forschungs- und Innovationszentrum, dem FIZ, vernetzt. Das Team, das seinerzeit die Motorelektronik für den M3 und den M5 gemacht hatte, bekam den Auftrag, die elektronische Steuerung für den Formel-1-Motor zu entwickeln. Bei der Elektronik haben wir einen Fluss in beide Richtungen. Zuerst war das Know-how aus der Serie da, jetzt profitiert die Serie von Komponenten aus der Formel 1.

Lassen sich die Synergien auch in Zahlen ausdrücken?

Es ist schwierig, das in Zahlen zu fassen. Die Formel 1 steht für Sportlichkeit, Dynamik und innovative Technik - das sind Werte, mit denen sich BMW auch im Bereich der Serienfahrzeuge identifiziert. Insofern ist ein Formel-1-Engagement für unser Unternehmen auch in Marke- ting-Hinsicht in höchstem Maße passend und zweifelsohne verkaufsfördernd. Es gibt Händler, die mir sagen, seit BMW wieder in der Formel 1 antritt, würden Verkaufsgespräche anders ablaufen.

Am Sonntag startet die Formel 1 in die neue Saison. Ist Ihr Team fit?

Wir haben uns sehr gründlich auf die Saison vorbereitet. Es sind zwei Effekte, die mich davon überzeugen, dass wir richtig liegen. Erstens: Das Auto hat gleich gut funktioniert und war von Beginn an schnell. Aerodynamik, Fahrwerk und Motor arbeiten zuverlässig.

Zweitens: Die Erfahrung aus 2003 hat uns weitergebracht. Wir haben unser Programm drei bis vier Wochen vorgezogen. Das Auto wurde schon Anfang Januar präsentiert, wir haben mehr Erprobungskilometer auf dem Buckel als im vergangenen Jahr. Wir sind objektiv besser aufgestellt als 2003.

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