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Interview: Britische Fondtochter der Commerzbank will Standbein in Deutschland

Die britische Fondstochter der Commerzbank , Jupiter, will sich in Deutschland ein Standbein schaffen.

dpa-afx FRANKFURT. Die britische Fondstochter der Commerzbank , Jupiter, will sich in Deutschland ein Standbein schaffen. "Wir wollen Jupiter stärker positionieren und in verschiedenen Vermögensgruppen nach vorne bringen", sagte Marcus Nagel, Mitglied der Jupiter-Geschäftsführung, der dpa-AFX am Dienstag in Frankfurt. "Wir überlegen, ob wir mit ausgewählten englischen Publikumfonds auch auf den deutschen Markt gehen", sagte er. Dies werde derzeit noch geprüft.

Die Tochter der Commerzbank, die noch keine Marktanteile in Deutschland hat, setzt dabei auf eine Zusammenarbeit mit Cominvest. "Im Fondsmanagement soll ein stärkerer Austausch stattfinden", sagte Nagel. Dabei sollen die Portfolioverwalter in den drei Standorten London, Paris und Frankfurt überregional das Management eines Commerzbank-Fonds übernehmen können.

Dies könne angesichts der verschiedenen Investmentstile allerdings auch Probleme mit sich führen, räumte Nagel ein. Während sich die Fondsmanager in London zwar intensiv untereinander austauschen, treffen sie die Anlageentscheidung letztendlich doch alleine. In Frankfurt hingegen werde ein noch stärkerer Teamansatz bei Investmententscheidungen verfolgt. "Wobei auch in der Cominvest die Freiheitsgrade der Fondsmanager erweitert werden sollen", kündigte er an. "Mit der neuen Strategie kann das Potenzial der Commerzbank-Fondstöchter für den Kunden optimaler genutzt werden."

Hedge-Fonds IN DER Pipeline

Im Gegensatz zum Konkurrenten in Großbritannien, Fidelity, stellten die Fondstöchter der Commerzbank eher die Partnerschaft im Management in den Vordergrund. "Dies gilt auch für das Research, für das bei uns die Fondsmanager selbst verantwortlich sind", erklärte Nagel. "Die Portfolioverwalter treffen sich mit bis zu 250 Firmenchefs im Jahr und tauschen ihre Eindrücke regelmäßig untereinander aus."

Als Teil der Investmentphilosophie von Jupiter sieht Nagel auch die intensiven Testphasen an, bevor ein neuer Fonds aufgelegt wird. "Gerade bei den aktuell viel beachteten Hedge-Fonds ist es uns wichtig, nicht ein Produkt aufzulegen, weil es modern und schick ist", betonte er. Vielmehr versuche Jupiter in einer bis zu achtzehn Monaten andauernden Testphase die Fonds auf ihr Erfolgpotenzial hin abzuklopfen. In der Pipeline sei auch derzeit ein Hedge-Fonds, sagte Nagel. "Dieser soll Ende des Jahres auf dem Markt eingeführt werden."

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