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Interview: DIW-Präsident gegen Korrekturen an Hartz IV - 'Historische Chance'

dpa-afx BERLIN. Die Arbeitsmarktreform Hartz IV sollte nach Auffassung des Präsidenten des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW), Klaus Zimmermann, ungeachtet der Massenproteste wie geplant durchgesetzt werden. "Hartz IV ist die wichtigste der Arbeitsmarktreformen. Wenn sie jetzt nicht durchgezogen wird, verliert Deutschland wertvolle Jahre", sagte Zimmermann am Dienstag der Finanz-Nachrichtenagentur dpa-AFX. Die Folge wäre steigende Arbeitslosigkeit.

dpa-afx BERLIN. Die Arbeitsmarktreform Hartz IV sollte nach Auffassung des Präsidenten des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW), Klaus Zimmermann, ungeachtet der Massenproteste wie geplant durchgesetzt werden. "Hartz IV ist die wichtigste der Arbeitsmarktreformen. Wenn sie jetzt nicht durchgezogen wird, verliert Deutschland wertvolle Jahre", sagte Zimmermann am Dienstag der Finanz-Nachrichtenagentur dpa-AFX. Die Folge wäre steigende Arbeitslosigkeit.

Deutschland hat nach den Worten des Wirtschaftsprofessors die "historische Chance", die Reformen mit dem erwarteten Konjunkturaufschwung 2004 und 2005 zu verknüpfen. Werde Hartz IV wie geplant durchgezogen, könne die Zahl der Arbeitslosen bereits 2006 "um einige hunderttausend" sinken.

'Feigheit VOR DEM Wähler'

Kritik übte Zimmermann an Forderungen aus der Opposition nach einer Verschiebung oder Änderungen an Hartz IV. "Ich verstehe nicht, warum aus der Opposition jetzt eine Absetzbewegung kommt." Die Reform sei schließlich mit den Stimmen von CDU/CSU und FDP beschlossen worden. Dass Oppositionspolitiker den einvernehmlich gefassten Beschluss wieder rückgängig machen oder aufweichen wollen, bezeichnete der DIW-Chef als "Feigheit vor dem Wähler". Werde Hartz IV verworfen, stehe die Glaubwürdigkeit von Reformen insgesamt auf dem Spiel.

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