Interview
„Einer muss das Sagen haben“

DFL-Präsident Werner Hackmann erklärt, warum Doppelspitzen nicht funktionieren.

Herr Hackmann, wer ist für die Fußball-Nationalmannschaft zuständig?

Hackmann: Der Präsident des Deutschen Fußball-Bundes. Danach der Präsident der Deutschen Fußball-Liga, also meine Person.

Ab Sonntag soll es zwei DFB-Präsidenten geben, Gerhard Mayer-Vorfelder und Theo Zwanziger. Dann rücken Sie an die dritte Stelle.

Hackmann: Nein. Herr Zwanziger wird ja, sofern er vom DFB-Bundestag gewählt wird, Geschäftsführender Präsident. Es wird eine Doppelspitze geben. Aber deshalb darf die Liga nicht zurückgesetzt werden. Die Kompetenz für Profifußball habe ich.

Sie wollen mit Mayer-Vorfelder allein über die Nationalmannschaft entscheiden?

Hackmann: Wir beide entscheiden, wenn es Streitfragen gibt. Auch Generalsekretär Horst R. Schmidt hat bei der Nationalelf immer mitgeredet. Natürlich wird auch Herr Zwanziger jetzt mitreden. Aber die Hierarchie muss klar sein: Federführend bleibt der Präsident des DFB, und ich bin sein erster Vertreter.

Hat nicht die chaotische Bundestrainersuche gezeigt, dass es mit der Federführung des Präsidenten nicht so weit her ist?

Hackmann: Hätte Herr Mayer-Vorfelder nach Rudi Völlers Rücktritt die Liga rechtzeitig in die Suche eines Nachfolgers einbezogen, wäre uns einiges erspart geblieben.

Auch die Doppelspitze?

Hackmann: Auch Herrn Mayer-Vorfelder wäre einiges erspart geblieben, wenn er nicht so beratungsresistent gewesen wäre.

Funktionieren denn Doppelspitzen?

Hackmann: Nein, eigentlich nicht. In den Sechzigern bin ich in die SPD eingetreten. Es ging darum, wer in Hamburg-Bergedorf Chef der Jungsozialisten wird. Neben mir gab es noch einen Kandidaten, wir haben eine Doppelspitze gemacht. Das ist gescheitert.

Warum?

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