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Interview: Evotec zuversichtlich - 2stelliger Mio-Euro-Betrag von Boehringer

Das Biotechnologie-Unternehmen OAI AG sieht sich in der Wirkstoffforschung gut aufgestellt und erwartet aus der Kooperation mit Boehringer Ingelheim einen zweistelligen Millionen-Euro-Betrag.

dpa-afx FRANKFURT. Das Biotechnologie OAI AG-Unternehmen sieht sich in der Wirkstoffforschung gut aufgestellt und erwartet aus der Kooperation mit Boehringer Ingelheim einen zweistelligen Millionen-Euro-Betrag. "Der Wert der Vereinbarung liegt im zweistelligen Millionen-Euro-Bereich und wir sind stark am Ergebnis der Kooperation beteiligt", bezifferte Jörn Aldag, Vorstandsvorsitzender von Evotec OAI und Aufsichtsratsvorsitzender von Evotec Neurosciences im Gespräch mit dpa-AFX erstmals die erwarteten Erlöse.

Diese Schätzung sei unter konservativen Annahmen auf die Erfolgswahrscheinlichkeit der Forschungskooperation getroffen, sagte Aldag. Zu der Prognose für das Gesamtjahr wollte sich der Evotec-Vorstandschef vor Veröffentlichung der Zahlen zum dritten Quartal nicht äußern. Der Manager zeigte sich jedoch zuversichtlich in Hinblick auf den Auftragseingang.

Vereinbarung MIT Leichten Auswirkungen AUF Umsatz und Ergebnis

Die Vereinbarung mit Boehringer wird sich nur leicht auf die Umsatz- und Ergebnissitution des laufenden Geschäftsjahres auswirken, sagte Aldag. "Allgemein sind wir recht zuversichtlich." Auf Basis aktueller Wechselkursraten hat Evotec im Frühjahr ein Umsatzwachstum von drei Prozent im Vergleich zum Vorjahr (77 Mill. Euro) in Aussicht gestellt und bei Vorlage der Zahlen zum zweiten Quartal bestätigt. Das Ebitda soll positiv, aber unter dem Niveau des Vorjahres ausfallen (4 Mill. Euro). "Wir haben uns vorgenommen, einen guten Teil des Geldes, das wir einnehmen wieder in die Wirkstoffforschung zu investieren", sagte Aldag.

Auf Basis des Ergebnisses vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) hatten die Hamburger 2003 erstmals schwarze Zahlen geschrieben. Das dritte Quartal werde wie bereits angekündigt im Vergleich zum starken Vorjahr schwächer ausfallen. Evotec OAI wird seine Bilanz zum dritten Quartal am 11. November vorlegen.

Die im TecDax gelistete Evotec OAI hatte Anfang September eine Forschungsvereinbarung mit dem größten deutschen Pharmakonzern Boehringer Ingelheim bekannt gegeben, woraufhin die Aktie in einer Woche mehr als 18 Prozent zulegen konnte. Derzeit wird sie nach einem Jahrestief bei 2,22 Euro bei 3,60 Euro gehandelt.

Die Zusammenarbeit, die vorerst auf drei Jahre angelegt sei, erstrecke sich auf die gemeinsame Forschung für neue Medikamente zur Behandlung von Erkrankungen des zentralen Nervensystems. Verträge dieser Art dürften sich mittelfristig deutlich auf die Marge von Evotec auswirken, sagte Aldag. Von beiden Seiten würden je 20 Leute an den Projekten arbeiten, erklärte der Vorstandschef.

Auftragsbestand - Aldag Zuversichtlich

"Nach einem schwierigen Jahr 2003, haben wir unseren Auftragsbestand wieder gut ausgebaut. Es ist eine Besserung erkennbar", sagte Aldag. "Per Ende August betrug der Auftragsbestand für das laufende Jahr 68 Mill. Euro. Darin enthalten sind die bereits realisierten Umsätze und die Aufträge", sagte Aldag ohne weitere Details zu nennen. Durch weitere Kooperationen z.B. mit Altana seien noch weitere Aufträge dazugekommen.

Evotec OAI mit Sitz in Hamburg und mehr als 600 Beschäftigten ist in der Wirkstoffforschung- und Entwicklung tätig. Evotec Neurosciences, an der Evotec OAI 42 Prozent hält, beschäftigt gegenwärtig 26 Mitarbeiter. Das Unternehmen hat sich zum Ziel gesetzt, Arzneistoffe zur besseren Behandlung von Erkrankungen des zentralen Nervensystems zu entwickeln. Der gegenwärtige Fokus liegt auf der Alzheimer'schen sowie weiteren neurologischen Erkrankungen.

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