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Interview: freenet-Chef erwartet Verschärfung von DSL-Wettbewerb

Hamburg (dpa-FX) - Der Internetanbieter freenet.de rechnet für den weiteren Jahresverlauf mit einer Verschärfung des Wettbewerbs um DSL-Kunden. "Wir müssen nun überlegen, wie wir darauf reagieren", sagte Vorstandschef Eckhard Spoerr am Montag in Hamburg der Finanznachrichtenagentur dpa-AFX. Die United Internet-Tochter 1 & 1 und die Deutsche Telekom hatten in den vergangenen Wochen mit neuen Angeboten den Wettbewerb neu angeheizt.

Hamburg (dpa-FX) - Der Internetanbieter freenet.de rechnet für den weiteren Jahresverlauf mit einer Verschärfung des Wettbewerbs um DSL-Kunden. "Wir müssen nun überlegen, wie wir darauf reagieren", sagte Vorstandschef Eckhard Spoerr am Montag in Hamburg der Finanznachrichtenagentur dpa-AFX. Die United Internet-Tochter 1 & 1 und die Deutsche Telekom hatten in den vergangenen Wochen mit neuen Angeboten den Wettbewerb neu angeheizt.

Zuletzt hatte die Telekom DSL-Neukunden Vergünstigungen von 200 ? eingeräumt. "Es kann durchaus sein, dass wir darauf reagieren müssen", sagte Spoerr. Spätestens bis zum September werde dazu einer Entscheidung fallen. Nach seinen Worten könnte freenet seine DSL-Preis dann senken. Im zweiten Quartal hatte die Gesellschaft seine Kundenzahl um 70 000 auf 205 000 Menschen gesteigert.

Wachstum IM Juli

Über den Verlauf des vergangenen Monats zeigte sich der Vorstandsvorsitzende zufrieden. "Wir haben im Juli 22 000 neue DSL-Kunden gewonnen und liegen damit über dem Niveau vom Juni", sagte er. Er bekräftigte zugleich die Prognose für das Gesamtjahr, wonach die Nutzerzahl für den schnellen Internetzugang auf 280 000 bis 300 000 klettern soll. An der Prognose ändere auch der Abschluss des Resale-Vertrags mit der Telekom nichts. freenet verspreche sich von dem Wiederverkauf von DSL-Leistungen auf eigene Rechnung und unter eigenem Namen neue Umsatz- und Vertriebspotenziale, sagte Spoerr.

Für das kommende Jahr will die mobilcom-Tochter eine Dividende auszahlen. "Wir wollen für 2004 eine Dividende ausschütten, wenn es zu keiner Akquisition kommt", sagte Spoerr. Derzeit sei aber keine Übernahme in Sicht. Die Hamburger hatten in den vergangenen Monaten wiederholt Interesse an AOL Deutschland signalisiert.

Unverständnis äußerte Spoerr über den Kurseinbruch der freenet-Aktie. Der Titel hatte am Montag ein Viertel seines Wertes eingebüßt. "Einzelne Investoren haben sich offenbar zu sehr von unserer Jahresprognose entfernt", sagte er. Das Ergebnis des zweiten Quartals lag zum Teil deutlich unter den Erwartungen der Analysten. "Wir liegen genau im Plan", bekräftigte Spoerr. Mit einem Gewinn vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen (Ebitda) von 71,6 Mill. ? im ersten Halbjahr sei das Unternehmen auf gutem Wege seine Zielvorgabe von 130 Mill. ? zu erreichen.

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