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Interview IG Metall: Nur 'Sprechblasen' von VW zu Arbeitsplatzgarantien

Die IG Metall hat das Sparpaket des VW-Konzerns als unausgewogen und unfair zurückgewiesen. "In dem 7-Punkte-Konzept von Herrn Hartz fehlt ein 8. Punkt, nämlich die Arbeitsplatzgarantien", sagte der niedersächsische IG Metall-Chef und Verhandlungsführer der VW-Arbeitnehmer, Hartmut Meine, am Montag der Nachrichtenagentur dpa-AFX.

dpa-afx HANNOVER/WOLFSBURG. Die IG Metall hat das Sparpaket des VW-Konzerns als unausgewogen und unfair zurückgewiesen. "In dem 7-Punkte-Konzept von Herrn Hartz fehlt ein 8. Punkt, nämlich die Arbeitsplatzgarantien", sagte der niedersächsische IG Metall-Chef und Verhandlungsführer der VW-Arbeitnehmer, Hartmut Meine, am Montag der Nachrichtenagentur dpa-AFX.

Hartz habe sehr konkrete Vorschläge zu Sparmöglichkeiten des Konzerns genannt, bei möglichen Garantien für die 177 000 Arbeitsplätze in Deutschland habe der Personalvorstand "nur allgemeine Sprechblasen" von sich gegeben, kritisierte Meine. Er werde in der ersten Verhandlungsrunde am 15. September den Vorstand von Europas größtem Autokonzern beim Wort nehmen.

"Dann will ich hören, ob sie das rechtlich verbindlich in einem Tarifvertrag garantieren oder nicht." Hartz hatte bei der Vorstellung des Sparpakets, mit dem VW bis 2011 seine Arbeitskosten um 30 % drücken will, belastbare Garantien abgelehnt. Die Arbeitnehmer müssten dem Unternehmen vertrauen.

Meine verteidigte die Forderung nach vier Prozent mehr Lohn. Eine Nullrunde über 24 Monate sei indiskutabel. "So lange VW eine Dividende zahlen kann, müssen auch die Beschäftigten am Erfolg des Unternehmens beteiligt werden." Dass VW die Vergütungen der Auszubildenden um 20 % kürzen und Lehrlinge nicht generell übernehmen wolle, werde die Gewerkschaft nicht akzeptieren.

Den von VW angestrengten Wettbewerb unter den Standorten lehnt Meine ab. Es sei in der aktuellen Branchenlage unrealistisch, dass Mitarbeiter ohne Bezahlung länger arbeiten könnten, um damit Produktionskosten zu sparen. "Wir sind doch überhaupt froh, dass wir im Moment die Vier-Tage-Woche halten können. Von längerer Arbeit kann da keine Rede sein", meinte der IG Metall Bezirksleiter für Niederschsen und Sachsen-Anhalt.

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