Interview
Lienen: "Potenzial in die Waagschale werfen"

Panionios Athens Trainer Ewald Lienen sieht nach der Niederlage gegen Schweden, den greichischen Fußball nicht auf dem absteigenden Ast: "Die Spielstärke muss zum Tragen kommen."

Ewald Lienen, Trainer des griechischen Erstligisten Panionios Athen, stuft das erste Auftreten der Griechen bei der Euro als unglücklich ein. Im Interview mit dem Soprt-Informations-Dienst (sid) spricht der Caoch über die Rolle des Europameisters von 2004 und Trainer Otto Rehhagel.

sid: "Ist der griechische Fußball so schlecht, wie es bei der 0:2-Niederlage gegen Schweden beim EM-Auftakt den Anschein hatte?"

Ewald Lienen: "Nein, überhaupt nicht. Ich denke, das hatte nichts damit zu tun, wie sich zuletzt die griechische Liga auch in der Champions League mit Olympiakos Piräus oder fünf Teams in der Gruppenphase des Uefa-Cup präsentiert hat. Ich denke, dass Otto Rehhagel gegen Schweden ein bisschen auf Nummer sicher gehen wollte und zu einer Aufstellung zurückgekehrt ist, die er zuletzt ganz selten hatte spielen lassen. Da hatte er auf die Viererkette, drei Mittelfeldspieler und drei Stürmer gesetzt. Und wenn sie so spielen, dann sind sie auch gefährlich."

sid: "Aber gegen Schweden hatte Rehhagel den klassischen Libero wieder hervorgeholt ..."

Lienen: "Ich habe es als sehr unglücklich empfunden, Traianos Dellas wieder hinter der Abwehr einzusetzen. Dafür wurde ein Stürmer geopfert, und Georgios Karagounis spielte im Mittelfeld recht weit außen. Dabei hat Griechenland wirklich gute Spieler, wenn man sich nur einen Sturm mit Angelos Charisteas, Theofanis Gekas und Ioannis Amanatidis vorstellt. Das sind drei Leute, die jederzeit Tore machen können. Wenn man auf solch etablierte Leute setzt und Karagounis direkt dahinter spielt, kommt auch Gekas ganz anders zur Geltung."

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