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Interview: Mdax-Aufsteiger Wincor Nixdorf auf Wachstumskurs

Der Mdax-Aufsteiger Wincor Nixdorf wird nach Angaben seines Finanzchefs Eckard Heidloff seine kürzlich angehobenen Ziele für das Ende September ablaufende Geschäftsjahr klar erreichen. "Wenn wir solche Prognosen herausgeben, sind wir auch sicher, dass wir sie erreichen oder sogar übertreffen können", sagte er am Freitag der Finanz-Nachrichtenagentur dpa-AFX. Der Geldautomaten- und Kassensystemhersteller erwartet für das Geschäftsjahr 2003/04 ein Umsatzwachstum von acht Prozent und einen Anstieg des operativen Ergebnisses (Ebita) von zehn Prozent.

dpa-afx FRANKFURT. Der Mdax-Aufsteiger Wincor Nixdorf wird nach Angaben seines Finanzchefs Eckard Heidloff seine kürzlich angehobenen Ziele für das Ende September ablaufende Geschäftsjahr klar erreichen. "Wenn wir solche Prognosen herausgeben, sind wir auch sicher, dass wir sie erreichen oder sogar übertreffen können", sagte er am Freitag der Finanz-Nachrichtenagentur dpa-AFX. Der Geldautomaten- und Kassensystemhersteller erwartet für das Geschäftsjahr 2003/04 ein Umsatzwachstum von acht Prozent und einen Anstieg des operativen Ergebnisses (Ebita) von zehn Prozent.

Die Herausforderung sei vor allem, auch in Zukunft weiter zu wachsen, betonte Heidloff. "Wir sind keine Eintagsfliege, die jetzt mit aller Kraft die Zahlen für den 30. September hinbekommen will." Er gehe davon aus, dass das Unternehmen im nächsten Jahr den Umsatz um sieben Prozent steigern könne. Der Gewinn, gemessen in Ebita und Ebitda, solle um acht Prozent zulegen. "Das müssen wir mindestens erreichen, und das Ziel ist eben, noch besser zu sein." Im vergangenen Geschäftsjahr 2002/03 erzielte Wincor Nixdorf einen Umsatz von 1,44 Mrd. ?. Das Ebitda lag bei 126 Mill. ? und das Ebita bei 104 Mill. ?.

Dividende

Das Unternehmen wolle in erster Linie organisch wachsen, sagte der Finanzchef. "Wir generieren einen sehr starken Cashflow, der es uns erlaubt, eine Dividende zu bezahlen, unsere Schulden weiter zurückzuführen und Akquisitionen zu tätigen", so Heidloff weiter. Im Januar werde es die erste Dividendenzahlung geben, insgesamt sollen 20 Mill. ? an die Aktionäre ausgeschüttet werden. "Ein Jahr später soll die Zahlung auf 30 Mill. ? angehoben werden." Der Schuldenstand betrug Ende Juni 212 Mill. ?.

Der Fokus liege künftig auf internationalem Wachstum. "In Deutschland konnten wir in den letzten Jahren nicht wachsen", betonte Heidloff. Vor allem im Banking-Bereich wurde dort kaum investiert. Vor fünf Jahren habe das Geschäft in Deutschland einen Umsatzanteil von 50 % gehabt, im vergangenen Jahr waren es nur noch 38 % - in diesem Jahr werde der Anteil auf 33 % sinken. "Wir müssen nicht jammern über den Standort Deutschland, sondern suchen unsere Zukunft im Ausland."

Internationales Wachstum

Das stagnierende Deutschland-Geschäft müsse durch Wachstum im internationalen Bereich - in Amerika, Asien und anderen europäischen Ländern - ausgeglichen werden. "Unser Programm ist, in jedem Land in Europa die Nummer 1 oder zwei zu werden", sagte Heidloff. Asien stehe vorne auf der Liste. Im vergangenen Geschäftsjahr habe Asien einen Anteil von 12 % am Gesamtumsatz von Wincor Nixdorf gehabt. "Das müssen wir steigern."

Zum Aufstieg in den Mdax sagte Heidloff: "Wir sind am 19. Mai mit dem klaren Ziel an die Börse gegangen, in den Mdax zu kommen. Die Enttäuschung wäre sehr groß gewesen, wenn wir den Aufstieg nicht geschafft hätten."

Wincor Nixdorf ist als Hersteller von Geldausgabeautomaten und Kassensystemen für den Einzelhandel sowie als Anbieter kompletter Problemlösungen nach eigenen Angaben die Nummer drei der Branche in der Welt und in Europa in vielen Bereichen führend.

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