Interview mit dem deutschen Formel-1-Weltmeister: Schumi: Bei Aktien zu spät wieder eingestiegen

Interview mit dem deutschen Formel-1-Weltmeister
Schumi: Bei Aktien zu spät wieder eingestiegen

Herr Schumacher, die Weltwirtschaft ist - vorsichtig ausgedrückt - ins Stocken geraten. Spüren Sie schon Auswirkungen der Rezession auf die Formel 1?

Nein, ich glaube nicht, dass dies bereits nachhaltigen Einfluss auf unsere Rennserie hat. Seitdem ich in der Formel 1 bin, ging es eigentlich immer bergauf. Und ich bin überzeugt davon, dass selbst nach einem möglichen Tief wieder ein Hoch kommt.

Sie sind sich da ganz sicher? Einige Teams haben bereits arge finanzielle Schwierigkeiten.

Bei all jenen, die noch nach dem 11. September auf Sponsorensuche waren, kann ich mir durchaus vorstellen, dass sie Probleme haben. Bei Ferrari war das Budget schon vorher abgesegnet. Und ich habe nicht den Eindruck, dass sich bei uns etwas ändert.

Warum sollte sich die so genannte Königsklasse des Motorsports der Wirtschaftsflaute entziehen können?

Es ist doch so: Die Formel 1 ist ein ganz spezielles Pflaster. Selbst wenn die Masse der Sponsoren irgendwann nicht mehr da sein sollte, so werden sicherlich immer die großen und zahlungskräftigen Unternehmen vertreten sein. Ich bin überzeugt, dass der Markt dies letztlich allein regelt.

Zu Ihren eigenen Geschäften. Nach Aussage Ihres Managers Willi Weber war 2001 ein Rekordjahr beim Verkauf von Schumi-Fanartikeln.

Um diesen Bereich kümmere ich mich kaum. Ich weiß genau, dass der Willi das Maximum herausholt.

Die Fußball-Nationalspieler Marco Bode und Oliver Kahn sind unterschiedlicher Auffassung darüber, ob ihre Gehälter im Vergleich zu dem einer Krankenschwester gerechtfertigt ist. Was sagt der nach Tiger Woods am besten bezahlte Sportler dazu?

Ich finde, dass die Diskussion ins Leere führt. Sie könnte auch ausgedehnt werden auf andere Berufsgruppen. Letzten Endes entscheidet auch hier der Markt. Ich selbst versuche mit meinem Engagement für die Unesco einen gewissen Ausgleich zu schaffen.

Sie werden weitgehend auf Dollarbasis bezahlt. Auch das war in den vergangenen Jahren von Vorteil. Wie oft schauen Sie nach dem Kurs?

Schon regelmäßig. Sicher alle zwei Tage.

Wie ist es denn dem Geldanleger Schumacher zuletzt ergangen? Hat er ebenso gelitten wie viele Kleinanleger?

Ich habe eigentlich schon im Frühjahr vieles verkauft und Anpassungen vorgenommen. Im Prinzip war ich also gar nicht betroffen. Als es zuletzt wieder hochging, bin ich allerdings leider zu spät eingestiegen.

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