Interview mit dem neuen Cheftrainer von Bayer Leverkusen
Augenthaler: „Habe immer die Ellenbogen aufgestellt“

Klaus Augenthaler spricht mit der dpa über seine neue Anstellung beim Fußball-Bundesligisten Bayer Leverkusen.

HB/dpa DÜSSELDORF/LEVERKUSEN.

Glauben Sie, Bayer Leverkusen noch vor dem Abstieg aus der Bundesliga retten zu können?

Wenn die Mannschaft die Qualität nicht hätte, die Liga zu erhalten, dann wäre ich nicht gekommen. Wir haben noch zwei Spiele gegen München und in Nürnberg, die wir gewinnen wollen und gewinnen werden.

Wie wollen Sie die Mannschaft in so kurzer Zeit erreichen und wieder aufrichten?

Ich werde mir auf dem Trainingsplatz einen Überblick verschaffen und das eine oder andere Gespräch führen. Von Reden allein ist aber noch keiner besser geworden, da gehört auch Arbeit dazu.

Da der Bayer-Kader fast nur aus Nationalspielern besteht, liegt der Absturz doch eher im psychologischen Bereich?

Es ist bei jeder Mannschaft, die da unten steht, natürlich ein mentales Problem. Doch Leverkusen hat in der Vorrunde bei 1860 München 3:0 gewonnen. Deshalb haben wir jetzt auch die Chance, erfolgreich zu sein. Die Spieler muss ich nicht stark reden, die sind stark.

Die Bayer-Führung hatte eigentlich angeordnet, dass ab Donnerstag ein Trainingslager vor der Partie gegen 1860 München am Samstag bezogen wird. Was halten Sie davon?

In Nürnberg haben wir vor dem Hertha-Spiel schon am Mittwoch ein Trainingslager gemacht und 0:3 verloren. Ich halte nicht viel davon, weil den Spieler dann nichts anderes mehr im Geist rumspukt.

Wären Sie auf eigentlich jeden Fall zur neuen Saison zu Bayer Leverkusen gekommen?

Wahrscheinlich.

Und ist es für Sie und Ihren Ruf schädlich, wenn Bayer den Klassenverbleib in der Bundesliga nicht schafft?

Ich hatte es nie leicht in meiner Karriere, weder als Spieler noch als Trainer. Ich habe immer die Ellenbogen aufgestellt.

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